480.000 Euro für Indienzentrum an Uni
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18. September 2014

Symbolbild Würzburg
Dritte Förderphase für Indienzentrum
Das Indienzentrum hat nun die Zusage für eine weitere Förderung bis 2017 erhalten. Rund 480.000 Euro stehen in den kommenden drei Jahren für Forschungsprojekte, Vorträge, Workshops und den Austausch von Dozenten und Studierenden zur Verfügung. Im Jahr 2010 hat es seine Arbeit aufgenommen; das Bundesforschungsministerium hatte damals seinen Aufbau mit 460.000 Euro unterstützt. Im Rahmen der Förderinitiative „A New Passage to India“, die vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) getragen wird, wollte die Politik alle deutschen Hochschulen dazu animieren, mehr über Indien zu forschen und die Kontakte in das Land zu intensivieren.
Steigende Zahl an Mitgliedern
„Das Indienzentrum bündelt ein breites Spektrum von indienbezogenen Forschungsinteressen und Lehraktivitäten und konzentriert sich dabei auf die Kultur-, Politik-, Sozial-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften“, erklärt Heidrun Brückner, Professorin für Indologie an der Uni Würzburg. In Zahlen ausgedrückt bedeutet das: Aktuell beteiligen sich zehn Lehrstühle und Institute aus vier Fakultäten daran.
Indien an der Uni allgegenwärtig
„Natürlich hat es schon vor der Gründung des Zentrums an der Universität Würzburg zahlreiche Kontakte nach Indien gegeben“, erinnert sich Heidrun Brückner. Diese hätten sich jedoch in der Hauptsache auf Naturwissenschaften, Mathematik und Indologie beschränkt und waren nicht miteinander vernetzt. Das habe sich in den vergangenen vier Jahren deutlich geändert: „Das Indienzentrum hat inzwischen die gesamte Universität durchdrungen und an indische Themen herangeführt“, so die Indologin. Indien sei an der Würzburger Uni mittlerweile „allgegenwärtig“.
Vielfältige Aktivitäten verstärken Bedeutung Indiens
Zahlreich und vielfältig sind die Aktivitäten, mit denen das Indienzentrum dafür sorgt, dass das Thema „Indien“ an der Universität Würzburg stetig an Bedeutung gewinnt. Eine Reihe gemeinsamer internationaler Tagungen hat bereits stattgefunden, an denen mehrere Würzburger Lehrstühle, die Graduiertenschule Law, Economics and Society sowie zeitgleich in Würzburg lehrende indische Gastwissenschaftler beteiligt waren. Die Digital Humanities veranstalten Workshops mit indischen Partnern in Würzburg und an der Jawaharlal Nehru University in New Delhi.
Erweiterung der Forschungsinteressen vor Ort
Mehr als 20 gegenseitige Gast- und Kurzzeitdozenturen mit Vorträgen, Workshops und Tagungen haben nach Heidrun Brückners Worten „eine eindrucksvolle Präsenz indischer Spitzenforschung in zahlreichen Bereichen der Geisteswissenschaften geschaffen“. Neue Förderformate wie Kurzaufenthalte deutscher Dozenten in und Studienreisen für Studierende nach Indien bilden ein weiteres Instrument zur Festigung der in den letzten Jahren erwirkten Indienkompetenz und Erweiterung der Forschungsinteressen vor Ort.
Unterstützung auch aus München und Berlin
Lehrveranstaltungen, öffentliche Vorträge und Workshops, die vom Indienzentrum organisiert wurden, erfreuten sich großen Zulaufs. Bisweilen sei das Interesse so groß gewesen, dass die Veranstaltungen in größere Hörsäle als ursprünglich geplant umziehen mussten. Auch die Zahl der Abschlussarbeiten mit indienbezogenen Themen wachse kontinuierlich. Darüber hinaus ist das Indienzentrum eng mit der Deutsch-Indischen Gesellschaft vernetzt; der indische Generalkonsul aus München besucht die Universität regelmäßig und unterstützt einzelne Veranstaltungen ebenso wie die Kulturabteilung der indischen Botschaft in Berlin.

