SMAUL: O.G. Schuchardt dominiert das Game

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Würzburg erleben

18. September 2014

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

Radfahrer-Misere in 6 Szenen  – Teil 5

SMAUL-Chefredakteur Frank Frei schreibt mit seinem sklavisch ergebenen Team den ersten Fortsetzungsroman für Würzburg erleben. Nach den bereits vorgestellten vier Teilen der Radfahrer-Misere Würzburgs geht es heute mit dem fünften Teil weiter.

O.G. Schuchardt dominiert das Game

Zunächst Entschuldigung für den Fehler in der Überschrift. Es muss natürlich „OB Schuchardt“ heißen, aber so hat das besser gepasst. Ob der OB zufällig oder auch absichtlich zu diesem Zeitpunkt auf der Brücke erschien, war im Nachhinein von der Staatsmacht nicht mehr zu rekonstruieren. Die Zeugenbefragung gestaltete sich aufgrund traumatischer Schockerlebnisse und des erheblichen Alkoholeinflusses schwierig. Auf einmal war Schuchardt einfach da. Und wie.

Anrüchige Gerüchte 

Bekannt ist uns, dass er die Malerei liebt. Ob er sich wirklich im Hinterzimmer des Caféhaus Brückenbäck mit Vaseline einpinselte und dann die paar Schritte zur Mitte lief oder malerisch mit einem Schleudersitz – parallel zum Flug Bert Bömbels in den Main – aus dem Rathaus aufs Brückengeländer geschleudert wurde, gern auch per Katapult, war von den teils wie Espenlaub zitternden, teils hysterisch kichernden Zeugen nicht mehr herauszubekommen.

Kerngesund, kunterbunt, Hintern wund: Unser OB in full effect

Auf jeden Fall glitschte der bisher kaum in Erscheinung getretene OB bäuchlings, fröhlich und splitterfasernackt auf dem schon von Würzburgs berühmtesten Autor Leonhard Frank erwähnten Brückengeländer der alten Mainbrücke auf und ab. Mit einer Tonne original Wiesbadener Vaseline eingeschmiert winkt Schuchardt fröhlich. Ja, er jauchzt vor Freude, während ihn pikierte Praktikanten zwischen sich einige Meter auf dem Geländer hin und her anschubsen.

Schlitzaugen groß wie die Suppenteller 

Schief grinsend reckt er im Adamskostüm den Daumen nach oben, während er ungläubig staunenden Japanern zubrüllt: „Hier läuft alles wie geschmiert!“ Die fernöstlichen Besucher sind wie vom Donner gerührt, können kaum den Auslöser an den zahlreichen Kameras drücken, die sie wie Talismänner am Halse tragen. Freundlich und gern schenkt ihm der als hinkender Schmied mit enormem Buckel verkleidete zweite Bürgermeister von Würzburg, Dr. Adolphus Bauer, aus einer orangefarbenen Gießkanne am einen Ende der Glitschebahn neuen und sicher auch reinen Wein ein. Und zwar direkt in den Schlund.

Objektive Nachbetrachtung

Sicher gehen Ihnen, liebe Leser, jetzt ähnliche Gedanken durch den Kopf. Es ist normal, sich zu sagen: Was will man von einem Hessen denn schon erwarten? Andere Länder – andere Sitten – „größere Titten!“, wie Schuchardt noch kess aus dem Hintergrund ruft, während ihn die vor Aufregung schwitzende Praktikantin aus dem Rathaus mit hochroter Rübe von dem glitschigen Unrat auf seinem ansprechend trainierten Leib reinigen muss. Derweil sich seine ernüchterten und geschockten Untertanen (auf Zehenspitzen) geflissentlich verpissen.

Zwei Sachen bleiben festzuhalten: 1. Sicher war Ebbelwoi in der Plastikgießkanne. Der hat den Schuchi wild gemacht/ in dieser sternenklaren Nacht. 2. Das Ergebnis des Finales: Christian Schuchardt 1 – Bert Bömbel 0. Doch am Ende gewinnt ganz Deutschland.

Teil 1 – Akopalüpze alte Mainbrücke

Teil 2 – Mit Geklingel gen Mainbrücke

Teil 3 – Der Terror kam auf leisen Gummisohlen

Teil 4 – Brückenschopper befördern Fahrradfahrer in den Main

Teil 5 – O.G. Schuchardt dominiert das Game

Teil 6 – Inspiriert von der Realität

SMAUL – Satire für Würzburg

DIE MITARBEITER: Die SMAUL hatte zwei ständige und mehrere sporadische Mitarbeiter. Wer Interesse bekommen hat, kann etwas posten. Bei ernsthaftem, längerfristigem Interesse können wir ins Gespräch kommen.

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