Ausstellung „Shirtopoly“: Faire Shirts, ernste Botschaften
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Würzburg erleben
19. September 2014

Symbolbild Würzburg
„Shirtopoly“ gibt Antworten
Aus welchen Ländern stammt die Kleidung, die wir tragen? Was ist fairer Handel? Und wie wichtig sind Gütesiegel? Der Caritasfachverband IN VIA Bayern e.V. Katholischer Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit gibt mit der Ausstellung „Shirtopoly“, die die Künstlerin Naomi Lawrence zusammen mit Bewohnerinnen des Jugendwohnheims St. Lioba in Würzburg auf die Beine gestellt hat, Antworten auf diese Frage. Seit dem 18.09. bis Ende September ist diese in der Sparkasse Mainfranken Würzburg in der Hofstraße zu den üblichen Öffnungszeiten zu besichtigen
Ähnlich wie Monopoly
Wer bei „Shirtopoly“ spontan an „Parkstraße“ und „Über Los gehen“ denkt, liegt nicht ganz falsch, denn die quadratisch arrangierten Stellwände in der Sparkasse Mainfranken erinnern von außen tatsächlich ein wenig an die Spielfelder des berühmten Brettspiels „Monopoly“. „Bangladesh“, „India“ oder „Burkina Faso“ steht da beispielsweise in fetten Lettern, darunter Geldsäcke, Kronen oder Dollarzeichen.
Highlight: ausgestellte Shirts und Tops
Wer den Zusammenhang mit fairer Mode nicht sofort herstellen kann, erfährt an den Innenseiten der Stellwände alles über nachhaltige Kleiderherstellung, Hungerlöhne oder Ausbeutung in der Textilindustrie. Der eigentliche Hingucker sind allerdings die ausgestellten Tops und T-Shirts, die von Künstlerin Naomi Lawrence zusammen mit den 410 Frauen und Mädchen der fünf bayerischen IN VIA-Jugendwohnheime in Würzburg, Nürnberg und München „upgecycelt“ wurden.
Upcycling statt Recycling
„Upcycling“ ist auch das Motto des Projekts, also aus Altem wieder Neues zu machen. „Wir haben in Workshops überlegt, wie man gebrauchte Kleidungsstücke wieder tragbar machen kann“, erklärte die Künstlerin bei der Ausstellungseröffnung in der Sparkasse. „Die Bewohnerinnen haben ihre Kreativität walten lassen“, erzählt sie. Herausgekommen sind T-Shirts in Spray-Optik, bedruckte Oberteile, aber auch zerrissen wirkende Stücke, die mit ihrem Aufdruck auf schlechte Entlohnung sowie Kinderarbeit in der Textilindustrie aufmerksam machen.
Faire Lösungen im Umgang mit Kleidung
„Ein Hauptziel des Projekts war es, den jungen Frauen zu zeigen, dass es auch beim Umgang mit Kleidung faire Lösungen gibt“, betonte Rita Schulz, Geschäftsführerin des IN VIA Landesverbands Bayern, und bedankte sich zusammen mit Angelika Issing, Vorstandsvorsitzende von IN VIA Würzburg, bei allen Förderern und Unterstützern des Projekts, darunter auch die Sparkasse Mainfranken, in der Hofstraße, wo die Ausstellung noch bis zum 30. September zu den üblichen Öffnungszeiten zu besichtigen ist. Künstlerin Naomi Lawrence zeigte sich begeistert von der Zusammenarbeit mit den jungen Frauen. „Sie sind das Herzstück dieser Ausstellung.“
Anderweitig fair Kleider tauschen
Wer nicht nur seine alten Kleidungsstücke neu designen will, sondern am liebsten ein neues Kleidungsstück im Schrank hängen hätte, der kann auch mal auf der Facebook-Seite Mädchenflohmarkt vorbeischauen. Hier findet Ihr ganz sicher FAIRE Preise.


