Wandgemälde: Stadtbau ließ Künstler freie Hand
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Würzburg erleben
26. September 2014

Symbolbild Würzburg
Beschwerden über Lagunas Kunstwerk
Das Kunstwerk von Streetart-Künstler Laguna in der Bonner Straße 32 am Heuchelhof teilt die Meinungen. Unter dem Facebook-Post über das fertige Gemälde an der Hochhausfassade kommentierten zahlreiche Fans, dass der nackte Arsch den Heuchelhof nicht gerade schöner mache. Von Bewohnern kam zudem der kritische Hinweis, daß man doch zumindest an der Motivgestaltung bzw. der Ideenfindung gerne hätte beteiligt werden wollen: immerhin müsse man jetzt die nächsten Jahre jeden Tag dieses Gemälde sehen.
Keine Skizze, keine Vorlage, keine Absprache
Wir haben bei Hans Sartoris, dem Chef der Stadtbau, nachgehakt, denn die Stadtbau hat die Fläche zur Verfügung gestellt. Uns wurde mitgeteilt, daß keinerlei Absprache mit dem Künstler bezüglich des Motivs stattgefunden habe. Man habe ihm „freie Hand“ gelassen. Angesichts der Größe und Platzierung des Kunstwerkes ist dies für uns schwer nachvollziehbar. Denn für Laguna ist das Hochhaus nur eine einmalige „Leinwand“ – die Anwohner haben es aber womöglich noch einige Jahre vor ihren Augen. Eine Beteiligung der Bewohner wäre auch demokratischer und irgendwie auch kollegialer gewesen.
Nackter Arsch, Nase und Würzburg
Eine Interpretation des Kunstwerkes gibt es leider auch nicht. Die Verbindung von Hintern, Nase und Würzburg erschließt sich so für uns noch nicht. Für die Stadtbau reicht das aber. Auf unsere Frage, wie die Stadtbau das Kunstwerk findet, bekamen wir vom Geschäftsführer Sartorius ein kurzes, schriftliches „gut“. Gekostet hat das Kunstwerk der Stadtbau laut eigenen Angaben auch nichts.

