Keep Calm and… 9 Tipps für’s Überleben
Anzeige
Würzburg erleben
29. September 2014

Symbolbild Würzburg
9 Tipps zum Überleben im Studium
Unsere CampusKatze Lisa hat vielen von Euch aus dem Herzen gesprochen. Auf die „Ersti-Krise” hin hat sich Antje gemeldet. Sie ist seit mehreren Semestern Studi an der Uni Würzburg, also ein alter Hase, und hat aus Ihren Erfahrungen für Euch 9 Tipps zum Uni-Überleben zusammengestellt.
Runterkommen. Panik ausschalten. Kopf einschalten.
Liebe Erstis, ersteinmal: tief durchatmen. Runterkommen. Panik ausschalten. Kopf einschalten. Da es einen Artikel wie “Ersti-Krise” gibt, könnt ihr euch sicher sein, dass ihr nicht die einzigen seid, die die Phase ebenfalls durch- und überleben (werden). Ich studiere selbst in Würzburg, Englisch und Deutsch auf Lehramt, und befinde mich gerade in einem Auslandssemester. Ich kann euch garantieren, dass es die Probleme der Stundenplanerstellung und des Einlebens nicht nur in Würzburg und nicht nur in anderen deutschen Städten, sondern ebenfalls in anderen Ländern gibt. Aber hier gerne ein paar Tipps von mir- einer der Überlebenden.
Tipp 1
Wir sind doch alle inzwischen erwachsen, können klar denken und müssen nicht wie unsere Motivation mit Cocktails nackt durch den Garten rennen. Wir können zumindest mit ein wenig Anstrengung strukturiert und geradlinig denken und uns Informationen einholen oder zumindest die Information einholen, wo wir uns die wichtigen Informationen einholen können. Ihr seid nicht die ersten, die das durchmachen, was bedeutet, dass das, was ihr erlebt, bereits von (nun erfahrenen und nachher-klügeren) Anderen erlebt wurde.
Tipp 2
Man kann sich darüber aufregen, „Ersti“ genannt zu werden, muss es aber nicht. Ersti zu sein hat durchaus seine Vorteile: man kommt des Öfteren in Clubs kostenlos rein, kann immer das „Ich bin Ersti, ich habe keine Ahnung“-Gesicht aufsetzen, man kann in der Vorlesung noch klatschen, bis man merkt, dass es eine extreme Revolution hin zum Klopfen gibt/gab, man darf alles und jeden so oft fragen, wie man will und hat immer eine Ausrede bzw. Entschuldigung.
Tipp 3
UND DARUM FRAGT! Das haben wir doch schon viel früher gelernt: Wer nicht fragt, bleibt dumm. Und jeder (wirklich jeder Beteiligte) ist froh, wenn lieber zweimal als keinmal gefragt wird. NUR: passt bitte auf, wenn euch etwas erklärt wird. Es gibt nichts schlimmeres, als ein Ersti oder Zweiti oder Dritti oder LetztesSemesti, der vor lauter Aufregung nur kichert und flüstert (Auch berühmt ein „Hä, was hat der gerade gesagt“) und dem dann nach der Rede des Professors/ Dozenten/ Tutors/ der Person-die-etwas-Wichtiges-sagt auffällt, dass er ja noch gaaaaaanz viele Fragen hat zu dem, was gerade zweimal (man beachte die „Hä, das habe ich nicht verstanden“-Nachfragen) erklärt wurde.
Tipp 4
Panikattacken begegnet man bestenfalls mit einem ruhigen Kopf- sollte der gerade voll sein mit Fragezeichen, schadet es durchaus nicht, ihn mithilfe von Alkohol zu leeren, um dann die Sache am nächsten Tag ausgeschlafen nochmals anzugehen-wahlweise hilft natürlichauch Sport (hier nicht vergessen: die Ersti-Zeit ist nur im ersten Semester; Freunde, die ihr auf Erstiparties oder beim Sportmachen kennenlernt, bleiben ein Leben)
Tipp 5
Es gibt schlimmeres als auf dem Boden zu sitzen- schaut doch mal die Nachrichten.
Tipp 6
Auch obere Semestler verstehen sb@home nicht. Solltest du also unter den Fluten deiner belegten, zugelassenen und Notlösungs-kursen nicht diesen einen bekommen, zu dem du wirklich gerne gehen würdest: geh trotzdem hin. Glücklicherweise haben wir die Zeiten und Räume ausgeschrieben. Die meisten Studenten wissen nicht, wie man sich von den Kursen abmeldet, wenn man bereits zugelassen wurde, oder tun das einfach nicht, sodass eine große Chance besteht, dass ihr nachträglich noch in den Kurs kommt indem ihr Lücken füllt oder ihr des Kurses +1 sein dürft.
Tipp 7
Facebookseiten sind hilfreich…. aber verlasst euch erstens NIEMALS zu hundert Prozent darauf, was dort vor sich „hinweist“ wird: Wer nichts weiß, muss alles glauben. Also stellt lieber Fragen wie: Kann mir jemand den Link zu der Seite geben, auf der steht, dass/ wo/ wie/ wann…..
Und lasst euch bloß NIEMALS davon verunsichern, was andere nervöse, aufgeregte Wichtigtuer oder Ein-Ticken-zu-Hilfsbereite reden. (Berücksichtigt muss hier ebenfalls die Fragestellung – siehe oben- werden)
Tipp 8
Die Wohnungssuche ist hart. Ich selbst habe beide Seiten eines solchen „Castings“ miterleben „dürfen“. Es gibt nichts, was es nicht gibt („beschreibe dich mit 5 Adjektiven“, „lass mal ein Bild von dir machen“, „wenn du eine Süßigkeit wärst, welche wärst du“, „wir rauchen nur in der Küche, alles andere finden wir unhygienisch“- das habe ich nie verstanden,…………..etc………usw……..). Suche dir eine Wohnung aus, in der DU wirklich leben willst (es mag auf dem Land ruhiger sein, sodass man besser lernen kann – Zitat mein Vater- aber: wir sind jung, wir brauchen die Freizeit und den Kontakt zur Zivilisation!) und in der DU dich wohlfühlst. Und hier bitte sofort bei Tipp 8 weiterlesen:
Tipp 9
Dein Sauberkeitslevel in einer WG aufrecht zu erhalten, die aus mehreren besteht als nur dir selbst, ist unrealistisch. Jeder macht Abstriche. Bei Messies solltest du erst gar nicht einziehen (siehe Tipp 8), und wenn du keinen Sauberkeitsfimmel hast, dann trainier dir entweder einen an (schadet nicht, ich versprech’s) oder vielleicht ist dann eine Einzelwohnung doch besser.
An dieser Stelle noch einmal einer meiner Lieblingssprüche: Man kann sich über alles aufregen, muss es aber nicht. Wir sind alle Menschen, die mit der Erfahrung lernen, also setze dich mit deinen Mitbewohnern zusammen (Whatsapp, Facebook, studimail, Email, SMS, usw, ist hier nicht die beste und nicht die erste Wahl) und sage kurz und knapp, was dich stört (wie man eine Diskussion führt, kann man überall nachlesen) und besprecht eine Lösung.
Gott gebe dir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die du nicht ändern kannst. Und wenn Gott sie dir nicht gibt, dann gib sie dir selbst.
Und falls das auch nichts hilft, sind da immer noch diese berühmt-berüchtigen Erstipartys…… Eure Antje Ruppert.
Gruppe Uni Würzburg
Für alle, egal ob Erstis oder schon fortgeschritten, gibt’S die Facebook-Gruppe Uni Würzburg mit über 7.000 Mitgliedern. Hier könnt Ihr alle Fragen zum Studium und Uni-Leben loswerden. Schaut rein.

