Schwächere Herbstbelebung als in den Vorjahren
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Würzburg erleben
30. September 2014

Symbolbild Würzburg
Nur 380 Arbeitslose weniger als im Vorjahr
Mit der einsetzenden Herbstbelebung hat die Arbeitslosigkeit von August auf September um 130 auf 8.930 abgenommen. Gegenüber dem Vorjahr waren 380 Menschen weniger arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote verringerte sich um 0,1 Prozentpunkte auf 3,1 Prozent. Vor einem Jahr betrug sie noch 3,3 Prozent.
Arbeitsmarkt weiterhin stabil
Der Rückgang um 130 Arbeitslose gegenüber August fiel deutlich schwächer aus als in den zurückliegenden Jahren und wurde seit 2005 nur in den Krisenjahren 2008 und 2009 unterschritten. Die geopolitischen Unsicherheiten, die schleppende wirtschaftliche Erholung im Euroraum und die nach unten korrigierten Wachstumsprognosen trübten zuletzt vielerorts die Stimmung. Im aktuellen Monat konnte sich der regionale Arbeitsmarkt diesem Sog offensichtlich nicht mehr entziehen. Unter dem Strich zeigte er sich aber weiterhin stabil und bewegte sich auf einem zufriedenstellenden Niveau.
Positive Erwartung für regionales Handwerk
Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Würzburg, Eugen Hain, mit einer Einschätzung der aktuellen Entwicklung: „Der regionale Arbeitsmarkt kann sich zwar der globalen „Gemengelage“ nicht gänzlich entziehen, stemmt sich aber bislang erfolgreich gegen den Abwärtstrend. Während das regional stark verwurzelte Handwerk auch in den kommenden Monaten positive Zahlen schreiben wird, werden bei Unternehmen, die auf internationale Absatzmärkte angewiesen sind, in den kommenden Monaten mit hoher Wahrscheinlichkeit Bremsspuren sichtbar werden. Das muss noch keine generelle Abwärtsspirale in Gang setzen, heißt aber auch, dass die Bäume – wie manche Optimisten zu Jahresbeginn prognostiziert hatten – nicht in den (Konjunktur-) Himmel wachsen werden.“
Weniger Zu- und Abgänge
Im September meldeten sich mit 2.770 Personen 80 weniger arbeitslos als vor einem Jahr. Im gleichen Zeitraum beendeten mit 2.880 aber auch 420 weniger als vor zwölf Monaten die Arbeitslosigkeit. Aktuell haben davon 910 wieder eine ungeförderte Beschäftigung aufge- nommen und 660 eine Ausbildung oder berufliche Qualifizierung angetreten.
Mehr Jugendliche arbeitslos als vor einem Jahr
Gegenüber September des Vorjahres waren 380 oder vier Prozent Frauen und Männer weniger arbeitslos. Während sich der Bestand der über 50-Jährigen, der Langzeitarbeitslosen und der Schwerbehinderten um rund drei Prozent gegenüber dem Vorjahr verringerte, ist der der Jüngeren unter 25 Jahren um 60 Betroffene beziehungsweise fünf Prozent auf 1.200 angestiegen. Gegenüber August waren das nur knapp 40 Jugendliche weniger. Diese Entwicklung überrascht insofern, da im September üblicherweise ein deutlich höherer Rückgang jugendlicher Arbeitsloser zu erwarten ist.
Arbeitskräftenachfrage über Vorjahreswert
Mit 990 zugegangenen freien sozialversicherungspflichtigen Stellen wurde der Vorjahreswert um rund sieben Prozent überschritten. 690 Stellenangebote bezogen sich auf eine Tätigkeit in Vollzeit und 170 auf eine Teilzeitbeschäftigung. Bei allen übrigen Angeboten erfolg- ten keine konkreten Arbeitszeitangaben. Im Bestand befanden sich 2.800 Stellen. Das wa- ren acht Prozent mehr als im Vorjahr. Wie schon in den rückliegenden Monaten wurden insbesondere Fach- und Führungskräfte in medizinischen Gesundheitsberufen, im Handel und Verkauf, Verkehr und Logistik, der Maschinen- und Fahrzeugtechnik sowie im Bereich der Elektronik und Mechatronik gesucht.
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