Gewerbesteuer: Würzburg mit Minus, Schweinfurt plus 13,5 Mio.

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Würzburg erleben

2. Oktober 2014

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

Die IHK-Realsteuererhebung 2014

In den 243 mainfränkischen Gemeinden sind die Realsteuereinnahmen (Gewerbesteuer und Grundsteuer A und B) im vergangenen Jahr leicht angestiegen (+ 2,74 Prozent). Alleine die Gewerbesteuereinnahmen kletterten um 3,29 Punkte. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Untersuchung der IHK Würzburg-Schweinfurt.

Weniger für Würzburg – 13,5 Mio. Euro mehr für Schweinfurt

In Würzburg wurden die geplanten Gewerbesteuereinnahmen von 72 Mio. Euro leicht unterschritten (-3,45 Prozent). In Schweinfurt hingegen sprudelten
13,5 Mio. Euro mehr als erwartet in die kommunale Kasse (+ 22,6 Prozent). Nach den kreisfreien Städten Würzburg und Schweinfurt weisen die Landkreise Würzburg und Main-Spessart die größte Realsteuerkraft auf. Es folgen die Kreise Kitzingen und Bad Kissingen.

Verlangsamter „Dreh an der Steuerschraube“

„Die Kommunen können die Hebesätze der Realsteuern selbst festlegen und so direkten Einfluss auf die Attraktivität ihres Ortes nehmen.“, so Rebekka Schink, Steuerreferentin bei der IHK.  Der durchschnittliche Gewerbesteuerhebesatz in Mainfranken liegt damit in diesem Jahr bei 336,88 Punkten, Spitzenreiter ist der Landkreis Bad Kissingen (350,0 Punkte), am „günstigsten“ ist der Landkreis Haßberge (316,54 Punkte). Darüber liegen die kreisfreien Städte Würzburg (420 Punkte) und Schweinfurt (370 Punkte). Der durchschnittliche Hebesatz der Grundsteuer A in Mainfranken liegt bei 339,60 Punkten, der der Grundsteuer B bei 331,70 Punkten.

Prognose: steigende Realsteuereinnahmen

Auch für die kommenden Jahre werden steigende Realsteuereinnahmen prognostiziert. Die IHK appelliert daher an die Kommunen, die Planbarkeit der Einnahmen durch stabile Hebesätze an die Unternehmen vor Ort weiter zu geben und so den Wirtschaftsstandort Mainfranken weiterhin attraktiv zu halten. Mainfranken ist außerdem ein guter Standort für gewerbliche Neugründungen. Nachdem 2013 bereits ein Anstieg des Gründungswachstums gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen war, bestätigen die vorliegenden amtlichen Statistiken für das erste Halbjahr 2014 den Trend.

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