Erste Absolventen der Masterstudiengänge Schwerpunkt China

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Würzburg erleben

7. Oktober 2014

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

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Neues Angebot für den Arbeitsmarkt

Es war eine Premiere: Die ersten sechs Absolventen der Masterstudiengänge „Chinese and Economics“ und „China Business and Economics“ haben ihre Zeugnisse erhalten. Jetzt stellt sich für die einen die Frage, wie die Wirtschaft auf ihre Bewerbungen reagiert. Die anderen wissen das bereits.

Chinesische Wirtschaft und Sprache

Sie ist die Erste und die bislang Einzige: Sarah Wehner hat soeben den Masterstudiengang „Chinese and Economics“ erfolgreich beendet. Vor zwei Jahren war der Studiengang an der Universität Würzburg an den Start gegangen; er richtet sich in erster Linie an Bachelorstudierende mit einem Abschluss in den Wirtschaftswissenschaften und vermittelt ihnen spezielle Kenntnisse über die chinesische Wirtschaft sowie die chinesische Sprache und Schrift.

Schrift und Sprache stellen hohe Anforderungen

„Am Anfang waren die Anforderungen teilweise ziemlich hoch“, erinnert sich Sarah Wehner an die ersten Seminare und Vorlesungen ihres Masterstudiums. Vor allem die chinesische Schrift und die Sprache erwiesen sich als hohe Hürden. An der Hürde hängen geblieben ist sie trotzdem nicht. „Die Sprache ist eine Herausforderung; der habe ich mich aber gerne gestellt“, sagt sie. Und spätestens nach dem Auslandssemester, das alle „Chinese and Economics“-Master an der Peking Universität absolvieren, war die Hürde eh überwunden.

Ungewöhnliche Kombination Wirtschaft & Chinesisch

Ihr Wunsch, Wirtschaftswissenschaften mit Chinesisch zu kombinieren, sei ausschlaggebend für ihre Bewerbung in Würzburg gewesen, sagt die Berlinerin. Mit dieser bislang noch ungewöhnlichen Kombination wollte sie sich „Ecken und Kanten“ verschaffen und von den anderen Studierenden der Wirtschaftswissenschaften absetzen – wie sich zeigt: mit Erfolg.

Auf Reaktionen aus der Wirtschaft warten

Und wie geht’s jetzt weiter? Am liebsten wolle sie im Bereich Consulting arbeiten, in einer Firma mit Geschäftsbeziehungen zu China, sagt die 26-Jährige. Ihre Chancen vermag sie nicht einzuschätzen, schließlich gehöre sie dem ersten Jahrgang an, der jetzt die Uni verlässt. Zwei Varianten hält sie für möglich: „Entweder es heißt: ‚Das ist genau das, was wir brauchen‘“, sagt sie. Oder aber Personaler können sich unter dem Studiengang nichts vorstellen und reagieren deshalb zögerlich. Die hofft Sarah Wehner mit ihrer Bewerbung zumindest neugierig machen zu können.

Masterstudiengang als Fortführung zu „Modern China“

Deutlich positiver sieht Theresa Kaut ihrer Zukunft entgegen. Sie ist eine der insgesamt fünf Absolventinnen des Studiengangs „China Business and Economics“ – dem Schwestermodell zu „Chinese and Economics“. Dieser Studiengang ist die passende Fortführung für die Absolventen des Bachelors „Modern China“, legt demnach weniger Gewicht auf die Sprachausbildung und vermittelt dafür mehr Kenntnisse aus dem Bereich der Wirtschaftswissenschaft.

Management, Vertrieb oder Beratung

Theresa Kaut sieht ihre Zukunft im Management, im Vertrieb oder in der Beratung von Firmen, die mit China Geschäfte machen. Sie ist überzeugt davon, dass die Absolventen beider Masterstudiengänge in der Wirtschaft gefragt sind. Und auch wenn sie das nicht direkt bestätigt, lässt ihre Antwort doch keine Zweifel daran, dass sie sich sogar in der glücklichen Lage befindet, unter verschiedenen Angeboten die Qual der Wahl zu haben.

Deutsch-chinesische Partnerschaften sind verlässlich

China und Wirtschaft: Diese beiden Themen stehen selbstverständlich auch im Mittelpunkt der Masterarbeiten der jungen Absolventinnen. Theresa Kaut hat sich einem Aspekt gewidmet, der in Deutschland regelmäßig für Aufregung sorgt: „Es heißt ja immer, dass chinesische Unternehmen Technologie und Ideen klauen und jede Menge Plagiate auf den Markt werfen“, sagt sie. Selbst die politische Führung stehe im Verdacht, solche Plagiate zu fördern. In ihrer Arbeit hat die Studentin untersucht, ob der deutsche Mittelstand seine Technologie quasi „abliefern“ muss, um im Gegenzug Zugang zum chinesischen Markt zu erhalten. Das Ergebnis: „Deutsch-chinesische Partnerschaften sind vertrauter und verlässlicher als die öffentliche Meinung glauben macht.“ Für diese Arbeit hat sie die Bestnote 1.0 erhalten.

Eine Erfolgsgeschichte für alle Beteiligten

Ihren Dank an alle Mitarbeiter und an alle Studierenden sprach Professorin Doris Fischer bei der Absolventenfeier aus. Fischer hat den Lehrstuhl für China Business and Economics an der Universität Würzburg inne; ihrer Initiative ist die Gründung der beiden Masterstudiengänge zu verdanken. „Wir sind gestartet ohne zu wissen, ob es funktionieren wird“, erinnert sich die Professorin an die Anfänge. Sehr schnell habe sich das Angebot jedoch zu einer „Story of Success“ entwickelt.

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