IAA ehrt Professor Klaus Schilling

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Würzburg erleben

7. Oktober 2014

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

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In Ingenieurwissenschaftliche Sektion der IAA aufgenommen

Beim Jahrestreffen der International Academy of Astronautics (IAA) in Toronto wurde Professor Klaus Schilling, Inhaber des Lehrstuhls für Informatik VII an der Uni Würzburg, in die Ingenieurwissenschaftliche Sektion der IAA als Vollmitglied aufgenommen. Damit würdigt die IAA Schillings „bahnbrechenden Forschungsarbeiten bei der Anwendung fortgeschrittener Kontrollsysteme für interplanetare Missionen sowie für kooperierende, vernetzte Pico-Satelliten“, wie es in der Begründung heißt.

Raumfahrt- und Robotersysteme als Schwerpunkt

Schilling war in den vergangenen 30 Jahren in der Raumfahrtindustrie und an mehreren Hochschulen, darunter die Stanford University, die Ohio University und die Universität Würzburg tätig. Fortgeschrittene Raumfahrt- und Robotersysteme bildeten dabei seine Arbeitsschwerpunkte. Mit seinem Team realisierte Schilling beispielsweise im Jahr 2005 den ersten deutschen Pico-Satelliten, darüber hinaus war er an den Raumfahrmissionen Huygens und Rosetta der Europäischen Raumfahrtagentur ESA beteiligt sowie an der Entwicklung des Mars Rover.

Leiter des Forschungsinstitus „Zentrum für Telematik“

Seit 2007 leitet er das außeruniversitäre Forschungsinstitut „Zentrum für Telematik“ in Gerbrunn. Arbeitsschwerpunkt ist dort die Entwicklung fortgeschrittener Ansätze für den Betrieb von Geräten, wie beispielsweise auch Satelliten, aus der Entfernung. Die dabei erzielten Ergebnisse sind in über 300 wissenschaftlichen Publikationen dokumentiert und wurden durch zahlreiche Auszeichnungen gewürdigt.

Die International Academy of Astronautics

899 Vollmitglieder und 277 korrespondierende Mitgliedern aus 84 Ländern bilden die International Academy of Astronautics – sie alle sind führende Persönlichkeiten in der Raumfahrt und der Weltraumforschung ihrer jeweiligen Heimatländer. Ziel ihrer Arbeit ist es unter anderem, Anstöße für die nicht-militärische Nutzung des Weltraums und bei der Erforschung des Sonnensystems zu geben und „die Wissenschaft und Kunst der Astronautik zum Wohle der Menschheit weiter zu entwickeln“. Die IAA gibt die renommierte Fachzeitschrift Acta Astronautica heraus sowie mehrere Buchreihen zu unterschiedlichen Themen der Raumfahrt. Die IAA wurde 1960 in Stockholm gegründet und ist eine unabhängige, internationale Organisation, die von den Vereinten Nationen anerkannt ist. Sie umfasst die vier Sektionen Grundlagenwissenschaften, Ingenieurwissenschaften, Lebenswissenschaften und Geisteswissenschaften.

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