Leider doch kein Nobelpreis für Uni-Professor

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Würzburg erleben

7. Oktober 2014

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

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Kurz vor 12 Uhr: Banges Warten auf das Ergebnis

Die Sensation wäre fast perfekt gewesen: Der Würzburger Professor Laurens W. Molenkamp war am heutigen 7. Oktober einer der Favoriten für den Physiknobelpreis. Nur wenige Minuten vor 12 Uhr wurde das Ergebnis verkündet und leider wurde der Würzburger Professor für Physik nicht ausgezeichnet. Die Entscheidung wurde heute Vormittag von den fünfzig Mitgliedern der Nobelversammlung getroffen, die alle zu den Professoren des Stockholmer Karolinska-Institut gehören. Diese stimmten über jene Kandidaten ab, die im Vorfeld von einem fünfköpfigen Komitee ausgewählt wurden.

Komitee-Mitglied Göran Hansson verkündete den Namen der Forscher: Isamu Akasaki, Hiroshi Amano und Shuji Nakamura haben den diesjährigen Physik-Nobelpreis für die Erfindung einer blauen LED (blue light-emitting diodes) erhalten. Die Verkündung konnte über einen Lifestream auf der Webseite des Komitees verfolgt werden. Trotzdem kann Würzburg stolz auf seinen Favoriten sein, denn Professor Molenkamp wurde aufgrund seiner exzellenten Forschung in den Kreis der in Frage kommenden Kandidaten gewählt.

Reuters zählt Molenkamp zu Favoriten

Schon im Vorfeld wurde der, aus den Niederlanden stammende, Professor zu den ganz heißen Eisen gezählt. Der Medienkonzern Thomson Reuters prognostiziert laut Focus Online seit 2002 die jeweiligen Preisträger. Diese Prognosen würden auf der Häufigkeit basieren, mit der die Wissenschaftler in Fachzeitschriften zitiert wurden. Dafür wurde Professor Molenkamp schon im Vorfeld ausgezeichnet. Der Konzern hat mit diesen Voraussagen sogar häufig recht, 35 Nobelpreisträger wurden seit 2002 richtig vorhergesagt.

Forschungsgebiet Halbleiter-Spintronik

Sieben Favoriten nannte Reuters in diesem Jahr für den Physiknobelpreis. Neben Laurens W. Molenkamp gehörten auch Charles L. Kane und Shoucheng Zhang aus den USA zu den Favoriten. Alle drei forschten an der Halbleiter-Spintronik. Molenkamp war der weltweit erste Forscher, dem die experimentelle Realisierung von topologischen Isolatoren gelang. Seitdem wird über diese neuartige Materialklasse intensiv geforscht, denn sie dürfte für weitere Fortschritte in der Spintronik wesentlich sein: Mit topologischen Isolatoren sollten sich in der Zukunft noch kleinere und leistungsfähigere Computerchips bauen lassen. Weitere Infos zur Biographie des Professors und zu seiner Forschung gibt’s hier. 

Nobelpreisträger der Uni Würzburg

Insgesamt 14 Nobelpreisträger haben bis dato, zumindest teilweise, an der Uni Würzburg geforscht und gearbeitet. Einer der berühmtesten war wohl Wilhelm Conrad Röntgen, der Entdecker der nach ihm benannten Strahlen. Alle Nobelpreisträger findet Ihr auf der Seite der Uni Würzburg. 

Noch mehr Campus-News für alle Erstis, Studenten und Mitarbeiter gibt’s in unserer Gruppe Uni Würzburg.

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