Rechtzeitig gegen die saisonale Grippe impfen!
Anzeige
Würzburg erleben
7. Oktober 2014

Symbolbild Würzburg
Impfstoff aus drei Virustypen
Die Regierung von Unterfranken erinnert rechtzeitig vor Beginn der nasskalten Jahreszeit an die Möglichkeit der vorbeugenden Grippeimpfung. Der beste Zeitpunkt dafür ist Oktober bis November. Der saisonale Grippeimpfstoff setzt sich jedes Jahr aus Bestandteilen dreier, aktuell weltweit zirkulierender Influenza-Virustypen nach Empfehlung der WHO zusammen. Die aktuelle Zusammensetzung entspricht der des letzten Jahres, einschließlich des nach wie vor zirkulierenden „Schweinegrippe-Virus A/H1N1“.
Impfstoffe für Kinder und Erwachsende
Die Influenzaimpfstoffe vermitteln einen Schutz für circa 10 Monate. Deshalb ist es wichtig, sich auch dieses Jahr erneut gegen die Influenza impfen zu lassen. Der volle Impfschutz baut sich nach der Impfung in 10 bis 14 Tagen auf. Für die aktuelle Saison hat das zuständige Paul-Ehrlich-Institut bis zum 19. September bereits 14,5 Millionen Impfstoff-Dosen freigegeben. Neben den klassischen Impfstoffen für Erwachsene gibt es speziell für Kinder einen Nasensprayimpfstoff.
Grippe fordert jährlich 3.000 – 8.000 Tote in Deutschland
Die durch Influenza (Virusgrippe) bedingten, jährlichen Erkrankungswellen haben erhebliche individuelle und gesellschaftliche Auswirkungen. Die Gefährlichkeit der saisonalen Grippe, die in Deutschland jedes Jahr 3.000 – 8.000 Tote fordert, darf nicht unterschätzt werden. Gefürchtet sind unter anderem, neben der primären „Influenza-Lungenentzündung“, bakterielle Infektionen auf dem Boden einer durch Influenzaviren vorgeschädigten Lunge und durch Influenza verursachte Begleiterkrankungen am Herzen oder Zentralen Nervensystem. Die Schutzimpfung ist die wichtigste Komponente der verfügbaren Gegenmaßnahmen.
Nachdrückliche Impfempfehlung an:
- Alle über 60 Jahre
- Alle Schwangeren
- Alle Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die infolge bestehender Grundleiden durch eine Influenza gesundheitlich besonders gefährdet sind. Dies betrifft zum Beispiel Personen mit chronischen Lungen-, Herz-Kreislauf-, Leber- und Nierenerkrankungen, Diabetes mellitus und andere Stoffwechselerkrankungen und Störungen der Immunabwehr.
- Bewohner von Senioren- und Pflegeheimen, für die in der Regel ohnehin die oben genannten Indikationen gelten, sind ausdrücklich als Risikogruppe hervorzuheben.
- Alle Personen, die berufsbedingt einer erhöhten Gefährdung unterliegen. Hierunter fallen besonders medizinisches Personal in der Patientenbetreuung und Personen in Einrichtungen mit umfangreichem Publikumsverkehr. Hier soll die Impfung zugleich einer möglichen Ansteckung betreuter ungeimpfter Personen (Patienten, Heimbewohner) vorbeugen.
- Personen mit direktem Kontakt zu Geflügel und Wildvögeln, um problematische Doppelinfektionen mit saisonaler Grippe und Vogelgrippe zu vermeiden.
Kosten übernimmt Krankenkasse
Die Kosten der saisonalen Grippeimpfung werden von den gesetzlichen Krankenkassen und in der Regel auch von den Privatkassen übernommen. Durchgeführt wird die Impfung von allen niedergelassenen Ärzten, die auch individuell beraten. Für Fragen zur Grippe-Impfung stehen auch die Gesundheitsämter in den Landratsämtern zur Verfügung.

