Konfessionslosigkeit steigt, Religionsforscher diskutieren

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Würzburg erleben

8. Oktober 2014

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

Tagung zur Konfessionslosigkeit

Die Phänomene „Konfessionslosigkeit“ und „Nicht-Religiosität“ stehen im Mittelpunkt einer Tagung, zu der der Arbeitskreis quantitative Religionsforschung (AqR) am 17. und 18. Oktober nach Würzburg einlädt. Gastgeber ist der Lehrstuhl für Religionspädagogik der Universität Würzburg.

Anteil Konfessionsloser gewachsen

Seit den 1990er-Jahren ist der Anteil Konfessionsloser und Nicht-Religiöser an der deutschen Gesamtbevölkerung erheblich gewachsen. In Gesamt-Deutschland ist mittlerweile ein Drittel der Bevölkerung ohne Konfession, in Ostdeutschland sind es mehr als zwei Drittel. Damit stellt die Konfessionslosigkeit ein neues, prägendes Phänomen für die religiöse Landschaft dar, in Deutschland und auch in Nord- und Westeuropa. Gleichzeitig beobachten Religionsforscher eine Zunahme nicht-religiöser Weltanschauungen und beschreiben neue Formen des Glaubens und der Spiritualität.

Forschungsbefunde als Grundlage für Diskussion

Die ganze Formenvielfalt der Nicht-Religiosität steht jetzt im Mittelpunkt der 6. Jahrestagung des Arbeitskreises quantitative Religionsforschung (AqR). Wissenschaftlern unterschiedlicher Fachrichtungen, die sich mit der empirischen Präsenz des Religiösen in der gegenwärtigen Gesellschaft befassen, werden sich dabei mit Fragen auseinandersetzen wie etwa: Wie lassen sich Atheismus, Nicht-Religiosität und religiöse Indifferenz unterscheiden? Welche Bedeutung hat das Neben- und Miteinander von religiösen und nicht-religiösen Menschen für das soziale Zusammenleben? Welche Überzeugungen und Weltbilder haben nicht-religiöse Menschen? Und welche gesellschaftlichen Akteure treten in dem Bereich der Nicht-Religiosität auf? Diese und weitere Fragen werden namhafte Religionssoziologen und Theologen an Hand neuer Forschungsergebnisse untersuchen und diskutieren.

Arbeitskreis quantitative Religionsforschung

Der „Arbeitskreis quantitative Religionsforschung“ ist ein interdisziplinärer Forschungsverbund von Wissenschaftlern aus unterschiedlichen Disziplinen wie Theologie, Soziologie und Politikwissenschaft, die sich mit der Religion in der Moderne befassen. Die Tagungen bieten den Forschern die Möglichkeit, sich über ihre Ergebnisse auszutauschen und ihre Arbeit der Öffentlichkeit vorzustellen. Gastgeber in diesem Jahr ist der Würzburger Theologe Professor Hans-Georg Ziebertz. „Es wird einen Austausch ohne ideologische Scheuklappen geben“, erklärte Ziebertz. Er selbst hat mit seinem Lehrstuhlteam bereits Forschungsarbeit zum Verständnis von Konfessionslosigkeit und Nicht-Religiosität geleistet und wird gemeinsam mit seinem Mitarbeiter Dr. Kalbheim referieren.

Infos und Anmeldung

Interessierte können an den Vorträgen teilnehmen, die im kleinen Hörsaal (Raum 321) des Instituts für Praktische Theologie im Gebäude am Paradeplatz 4 stattfinden (Eingang über die Hofstraße). Um vorherige telefonische oder elektronische Anmeldung wird gebeten: T: (0931) 31-83131; E-Mail: Sylvia.Scheller@uni-wuerzburg.de

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