„Verwandte“ am Telefon: Kripo ermittelt in mehreren Fällen

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10. Oktober 2014

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

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Geldbeträge gefordert

ASCHAFFENBURG, ALZENAU, GROSSOSTHEIM UND SULZBACH AM MAIN. In vier Fällen haben am Donnerstag Trickbetrüger im Raum Aschaffenburg versucht ältere Damen um hohe Geldbeträge zu erleichtern. Sie gaben sich am Telefon beispielsweise als Verwandte aus, die in Geldnot seien. Zu einer Übergabe der geforderten Beträge kam es zum Glück nicht. Die Kripo Aschaffenburg hat die Ermittlungen übernommen.

81-Jährige reagiert richtig

Eine 81-Jährige aus Sulzbach am Main fiel glücklicherweise nicht auf die Masche eines Anrufers zur Mittagszeit herein. Als der Mann sich als Ehemann ihrer Enkelin ausgab und 32.000 Euro zum Kauf einer Eigentumswohnung forderte, legte die Dame einfach auf.

Falschen Enkel erkannt

In Großostheim blieb es bei einem versuchten Betrug. Gegen 17.30 Uhr erhielt eine 76-Jährige einen Anruf. Der Mann am Telefon gab vor, der Enkelsohn zu sein und zu spontan zu Besuch kommen zu wollen. Auch hier erkannte die ältere Dame an der Stimme des Anrufers, dass es sich nicht um ihren Enkelsohn handelte. Als die Frau dies dem Mann deutlich sagte, beendete er schleunigst das Gespräch ohne Forderungen zu stellen.

Bankangestellte retten Erspartes

Richtig und vorbildlich reagiert haben die Angestellten zweier Geldinstitute in Alzenau und Aschaffenburg. Hier wollten eine 88-Jährige und eine ein Jahr jüngere Frau jeweils Geldbeträge im fünfstelligen Bereich von ihren Konten abheben. Das machte die Bankangestellten hellhörig und sie verständigten Polizei und Verwandte der Damen. Schnell konnte dann geklärt werden, dass beide Frauen Anrufe von vermeintlichen Verwandten bzw. Bekannten erhalten hatten. Beide Male wollten die jeweils männlichen Anrufer hohe Geldbeträge bei den Frauen zu Hause abholen. Eine Geldübergabe konnte glücklicherweise durch die schnelle Reaktion aller Beteiligten verhindert werden.

Das Polizeipräsidium Unterfranken rät gerade Senioren, weiterhin wachsam und misstrauisch zu sein und nicht auf telefonische Geldforderungen einzugehen. 

Was tun, bei „Enkelanrufen“? Hier einige Tipps der Polizei 

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