Erneut großes Polizeiaufgebot nötig: „Fußballfans“ auf Streit aus
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Würzburg erleben
13. Oktober 2014

Symbolbild Würzburg
Größeres Polizeiaufgebot verhindert Schlimmeres
Vier Tage nach dem Fußballspiel gegen die Kickers Würzburg, bei dem nur durch ein großes Polizeiaufgebot Schlimmeres verhindert werden konnte, traten einige Personen der Schweinfurter Fanszene erneut negativ auf.
Am Samstagnachmittag stand das Fußballspiel gegen die zweite Mannschaft aus Ingolstadt an. Zwischen den beiden Vereinen besteht schon seit längerem eine sogenannte Fanfreundschaft, weswegen die Schweinfurter Polizei zunächst auch nur mit sehr wenigen Einsatzkräften vor Ort war.
Der ankommende Ingolstädter Fanbus wurde von einer Abordnung der Schweinfurter, wie es sich unter befreundeten Fangruppen auch gehört, freundlich in Empfang genommen. Hier kam es bereits durch ein paar wenige, die anscheinend ausschließlich auf „Radau“ aus waren, zu Beleidigungen gegen die Ingolstädter,
Nachdem sich die Angelegenheit immer weiter aufschaukelte, musste einigen Schweinfurter Fans ein Platzverweis erteilt werden, dem sie widerwillig folgten. Ein Auseinandersetzung konnte gerade noch verhindert werden.
Fantrennung im Stadion
Obwohl das zunächst nicht vorgesehen war, wurde nun eine Fantrennung im Stadion aufgebaut und die Ingolstädter durch eine Polizeikette zu ihrem Schutz in den Gästefanblock begleitet. Während des Spiels sorgte das Entzünden eines roten Rauchpulvers im Ingolstädter Block für kurzzeitige Aufregung.
Die Gästefans wurden nach dem Spiel von der Polizei direkt von ihrem Block zum Fanbus eskortiert. Auch etwa 15 sogenannte „Fans“ aus Schweinfurt hatten sich nach dem Spiel in Richtung Bus-Parkplatz der Gäste, auf den Weg gemacht.
Erst nach Hinzuziehung eines massiven Polizeiaufgebotes und der Androhung von Gewahrsamnahmen konnte ein Aneinandergeraten der beiden Fangruppierungen verhindert werden. Auch die zunächst vollkommen friedlichen Ingolstädter ließen sich wohl durch die Schweinfurter „infizieren“ und waren an einer Auseinandersetzung ebenfalls nicht mehr abgeneigt.
Aufgrund einiger weniger aggressiver Schweinfurter Fußballanhänger scheint es aktuell wohl selbst bei Spielen gegen befreundete Vereine derzeit nicht mehr möglich, ein Fußballevent ohne polizeiliche Begleitung zu realisieren, so die Polizei Schweinfurt.

