Kursplätze: Reaktion von Uni-Präsident und Studi-Vertretung
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Würzburg erleben
13. Oktober 2014

Symbolbild Würzburg
Große Empörung – dürftige Reaktionen
Während die Uni Würzburg immer neue Rekordzahlen an Studierenden bekannt gibt, fehlen gleichzeitig hunderte Kursplätze. Am Mittwoch haben wir deshalb den empörten Aufruf vieler Studis aus der Anglistik veröffentlicht. Der Artikel wurde knapp 10.000 (!) mal abgerufen und hundertfach kommentiert. Dort fragen die Studis verzweifelt: „Wer erhört unser Leid? Wie lange müssen wir noch klagen, damit sich etwas ändert?“
Uni-Prasident und Studi-Vertreter antworten
Wir haben deshalb den Uni-Präsidenten und die von den Studis zur Wahrnehmung ihrer Interessen gewählten Vertreter, die Studierendenvertretung (StuVe), um eine Stellungnahme gebeten. Kann es wirklich sein, daß ein Thema, das die Studierenden derzeit wie kein anderes beschäftigt, so beantwortet wird? Aber lest die ungekürzten Antworten selbst:
- Uni-Präsident: „Wir nehmen die Angelegenheit ernst.“
- StuVe: „Die Studierendenvertretung setzt sich mit diesem Thema auseinander und wird gegebenenfalls eine Pressemitteilung dazu versenden.“
Wegen Ersti-Messe kein Statement möglich
Insbesondere die Reaktion der von den Studis selbst gewählten Vertreter hat uns überrascht. Wir haben deshalb extra nochmals nachgefragt und das Angebot eines kurzen Interviews auf der Ersti-Messe diesen Montag gemacht. Hier die Email-Antwort: „Aus zeitlichen Gründen ist es den Mitgliedern des Sprecher- und SprecherInnenrates auf der Ersti-Messe nicht möglich, für ein O-Ton-Interview zur Verfügung zu stehen.“
Campus-Tüte statt Kursplätze
Wie kann es sein, daß keiner der 8 gewählten Studivertreter etwas sagen will? Ein betroffener Student aus der Anglistik faßt das aufgebracht so zusammen: „Der StuVe scheint es gerade wichtiger zu sein, daß jeder neue Ersti eine Kommerz-Campustüte abbekommt, als sich um die Verbesserung der Studiums-Bedingungen zu kümmern.“

