5. Klassen lernen richtiges Verhalten im Bus
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Würzburg erleben
21. Oktober 2014

Symbolbild Würzburg
VVM-Verkehrssicherheitstage in Würzburg und Region
In den vergangenen Wochen fanden an vier Schulen in der Stadt und im Landkreis Würzburg „VVM-Verkehrssicherheitstage“ statt. Insgesamt über 400 Schülerinnen und Schüler der fünften Klassen lernten dabei das richtige Verhalten im Bus und an der Haltestelle.
Nicht drängeln!
Den Start machte am 23. September das Gymnasium Marktbreit. Hier wurde der Verkehrssicherheitstag von Schülern der 11. Klasse im Rahmen eines Seminars erarbeitet und gemeinsam mit der Bundespolizei und den Busunternehmen durchgeführt. Die Fünftklässler erhielten bereits im Klassenzimmer viele Informationen zum richtigen Verhalten im Bus, den physikalischen Kräften bei einer Bremsung, Infos zum Fahrplanlesen und konnten im Gespräch mit einem Busfahrer auch dessen größten Wunsch an die Schüler erfahren: „Haltet bitte an der Haltestelle Abstand zum Fahrzeug, drängelt nicht beim Einsteigen, damit Euch nichts passiert!“ Das Konzept, das von Schülern für Schüler gestaltet wurde, soll in dieser Form in den nächsten Schuljahren wiederholt werden.
Und immer schön festhalten!
Am 08. Oktober veranstaltete dann auch das Friedrich-Koenig-Gymnasium (FKG) seinen VVM-Verkehrssicherheitstag mit 136 Schülerinnen und Schülern der fünften Klassen. „Ganz sicher halte ich mich in Zukunft im Bus besser fest.“ Das sagte mehr als einer der dortigen Fünftklässler, die mit Erstaunen feststellten, was eine Vollbremsung im Bus bei nur 20 Stundenkilometern bewirkt. Denn die Plastiktonne „Marie“ veranschaulichte, was passiert, wenn man sich im Bus nicht festhält. An insgesamt vier Stationen erfuhren die Mädchen und Jungen eine vierstündige Schulung der besonderen Art. Sie lernten auf ganz anschauliche Weise viel über die Gefahren sowie das richtige Verhalten an Bushaltestellen, beim Busfahren, auf Bahnhöfen, beim Bahnfahren sowie über die Verkehrssituation in der Umgebung ihrer Schule. Weil Schüler, Eltern und Lehrer die Veranstaltung bereits in den vergangenen Jahren lobten, ist der VVM-Verkehrssicherheitstag mittlerweile fest im Programm des Schulanfangs am FKG verankert.
So gefährlich ist der tote Winkel
Eine besondere Bedeutung hat bekanntlich der „tote Winkel“ im Straßenverkehr. Das erfuhren am 14. Oktober die neuen 121 Fünftklässler der Leopold-Sonnemann-Realschule in Höchberg. Zum fünften Mal führte die Schule gemeinsam mit dem Verkehrsverbund Mainfranken einen Verkehrserziehungstag für die 5. Klassen durch. Bei der Station am Bus erfuhren die Kinder, was mit dem „toten Winkel“ gemeint ist: Es ist der von Fahrzeugführern nicht einsehbare Bereich seitlich, vor oder hinter dem Fahrzeug. Ein besonderes Problem stellt der „tote Winkel“ vor allem bei Bussen und Lkw dar. Wie groß ein solcher Winkel ist, das verdeutlichte eine Plane. Die ganze Klasse kann so aus dem Sichtfeld des Busfahrers verschwinden.
Theorie und Praxis in einem
Die VVM-Verkehrssicherheitstage sind eine ideale Verbindung zwischen Wissensvermittlung und Einüben. Obwohl die meisten Kinder den Bus nutzen sind doch viele Fragen offen. Wie viel Platz braucht der Bus um sicher an eine Haltestelle heranzufahren, welche Notfalleinrichtungen gibt es im Bus und was passiert eigentlich, wenn man von einer stärkeren Abbremsung des Busses überrascht wird? Die Schüler lernen, dass ein Sicherheitsabstand zu großen Fahrzeugen besonders wichtig ist.

