StuVe: Ausfinanzierung der Hochschulen für hochwertige Lehre

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Würzburg erleben

23. Oktober 2014

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

Verwundert über Äußerung des Wirtschaftsministeriums

Die Studierendenvertretung zeigt sich verwundert über die Pressemitteilung des Wirtschaftsministeriums vom 21. Oktober 2014. In diesem Artikel werden Bayerns Hochschulen als sehr gut vorbereitet für die hohen Studierendenzahlen beschrieben. 

Das Referat für die Angelegenheiten studentischer Hilfskräfte der Studierendenvertretung der Universität Würzburg ist verwundert über die Äußerungen des Wissenschaftsministeriums, dass die Anhebung der Vergütungssätze für studentische Hilfskräfte für die Hochschulen „ohne größere finanzielle Mehrbelastung möglich sein“ werde.

Vergütung unterhalb des Mindestlohns

Jarno Riefer, Leiter des Referats, erklärt dazu: „Das Ministerium verweist darauf, dass die derzeitigen Vergütungssätze nicht weit unter dem Mindestlohn liegen. Dies ist falsch! Für studentische Hilfskräfte ohne ersten Hochschulabschluss liegt die aktuelle Vergütung an der Universität Würzburg bei 7,00 Euro pro Stunde. Durch den Mindestlohn ergibt sich also eine Steigerung um 21 Prozent.“

Folgen für Lehre unabsehbar

Sein Kollege Daniel Janke, auch Leiter des Referats, ergänzt: „Durch die Einführung des Mindestlohnes entstehen der Universität Würzburg zusätzliche Kosten im oberen sechsstelligen Bereich. Das würde ich schon als größere finanzielle Mehrbelastung bezeichnen. Da das Land bisher keine Kompensationsmittel in Aussicht gestellt hat, werden wohl hunderte Stellen für studentische Hilfskräfte gestrichen werden müssen. Gerade diese Stellen sind vornehmlich in der Lehre tätig. Die Folgen für die Lehre sind unabsehbar.“

Unbezahlte Überstunden werden Normalität

Christian Otto, ebenfalls Leiter des Referats und selbst als studentische Hilfskraft angestellt, befürchtet aufgrund der fehlenden finanziellen Deckung der Kosten, dass das Leisten unbezahlter Überstunden für studentische Hilfskräfte zur Normalität wird. Es droht die Situation, dass bei ansonsten gleich bleibender Arbeit die vergütete Wochenstundenzahl herabgesetzt wird, um die Mehrkosten für die Universität zu kompensieren.

Keine Spitzenforschung ohne Ausfinanzierung

Alle drei schließen einstimmig: „Man kann nicht Spitzenforschung verlangen und dann nicht für die Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses sorgen wollen.“ Die Studierendenvertretung der Universität Würzburg fordert eine Ausfinanzierung der Hochschulen damit diese qualitativ hochwertige Lehre anbieten können, die den Anforderungen der heutigen heterogenen Studierendenschaft angemessen ist.

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