Feuerwehr im Luftrettungszentrum: Schulung für unsere Sicherheit
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Würzburg erleben
27. Oktober 2014

Symbolbild Würzburg
Fortbildung der Feuerwehr Alzenau in Reichelsheim
Am Samstag den 25.10.2014 folgten 17 Feuerwehrdienstleistende der Feuerwehr Alzenau sowie Kreisbrandinspektor Frank Wissel und Kreisbrandmeister Thorsten Frank der Einladung des Johanniter-Luftrettungszentrums zu einer Feuerwehrschulung an den Flugplatz nach Reichelsheim.
Oswald Rank (Pilot und Ausbildungskapitän sowie Prüfer für das Luftfahrtbundesamt) begrüßte die Teilnehmer der Schulung und ging nachfolgend auf einige Grunddaten der in Deutschland eingesetzten Rettungs- und Intensivtransporthubschrauber (RTH und ITH) ein. Außerdem erklärte er die Hintergründe bzw. Einsatzgrundsätze in der Luftrettung. Die Dienst- und Vorlaufzeiten der in Reichelsheim (Christoph Mittelhessen) und Gießen (Christoph Gießen) stationierten Maschinen wurden ebenfalls aufgezeigt.
Weiterhin wurde auf die Wege zur Alarmierung eines Rettungshubschraubers und deren Besonderheiten eingegangen. Anschließend erläuterte Rank den Aufbau und die Funktionsweise der Triebwerke sowie das An- und Abflugverfahren und die Landung an der Einsatzstelle. Bevor ein Rettungshubschrauber zur Landung gehen kann, muss jedoch ein geeigneter Landeplatz gefunden bzw. vorbereitet werden. Die Mitarbeiter des Johanniter-Luftrettungszentrums führen in Zusammenarbeit mit der HELI-FLIGHT GmbH & Co. KG solche Schulungen für Feuerwehren durch, um die gemeinsame Arbeit bei Hubschraubereinsätzen sicherer zu machen. In der Regel werden die Feuerwehren mit dem Ausleuchten und der Landeplatzvorbereitung beauftragt. Hier gab der erfahrene Berufspilot wichtige und nachvollziehbare Tipps zur Auswahl und Vorbereitung des Landeplatzes. Aber auch die Gefahren, die von einem Hubschrauber ausgehen können, wurden angesprochen.
Bei herbstlichen 12 Grad konnten sich die Feuerwehrleute dann auf dem Vorfeld den Rettungshubschrauber Christoph Mittelhessen anschauen, der gerade von einem Sekundäreinsatz (Verlegung) zurückkam. Rank erläuterte noch die notfallmedizinische Ausstattung, die an Bord mitgeführt wird. Die Besatzung eines Rettungshubschraubers besteht in der Regel aus drei Einsatzkräften, namentlich dem Piloten, einem Notarzt und einem Rettungsassistenten, der gleichzeitig HEMS-Crew-Member (HCM) ist. Zum Abschluss der Schulung bestand noch die Möglichkeit, offene Fragen mit dem Referenten zu klären.
Die Feuerwehr der Stadt Alzenau bedankt sich beim Team des Luftrettungszentrums ganz herzlich für die freundliche Aufnahme und die spannende und sehr informative Schulung und wünscht allzeit guten Flug.

