Neubau Nautiland: CSU findet’s gut, SPD nicht

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Würzburg erleben

27. Oktober 2014

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

Bisheriger Plan familienunfreundlich

Auf der Klausurtagung der CSU Würzburg Stadt wurde in Abstimmung von Stadtratsfraktion und Kreisvorstand ein Familienbad als Neubau am jetzigen Standort einstimmig befürwortet. In der bisher favorisierten Sanierungsvariante würden Familien auseinander gerissen, da die Schwimmbecken für kleinere und größere Kinder weit auseinander liegen.

CSU sieht klare Vorteile im Neubau

In einem Neubau ergeben sich klare Vorteile, wie die Möglichkeit einer thermischen Trennung von Sport- und Familienbereich. Besonders im Bereich des Freibades bietet der Neubau wesentlich bessere Möglichkeiten. Mobilitätseingeschränkte benötigen keinen Aufzug sondern haben optimale Barrierefreiheit, lediglich für einen Teil der Sauna wäre ein Aufzug nötig. Im derzeitigen Planungsstand liegen die Kosten der Neubauvariante um knapp 10 % über der der Sanierungsvariante, welche mit 21,6 Mio. zu Buche schlägt. Die Vorteile der Neubauvariante rechtfertigen diese geringen Mehrkosten.

SPD-Fraktion kritisiert

Die SPD-Fraktion kritisiert, dass die bisherige Kostenschätzung für den Neubau nicht fundiert ist, da eine vertiefte Planung für einen Neubau bislang noch gar nicht vorliegt. „Die bisher genannten Schätzungen sind somit eher ein Stochern im Nebel“, erklärt der Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion Alexander Kolbow. „Die SPD-Fraktion geht bei einem Neubau des Nautilands von Mehrkosten in Höhe von 6 bis 8 Millionen Euro aus“, so Kolbow weiter.

Kein Blick mehr für seriöse Haushaltspolitik

Bislang habe die CSU immer eine seriöse Haushaltspolitik für sich reklamiert. „Bei der Abwägung zwischen Generalsanierung und Neubau des Nautilands verliert die CSU jedoch eine seriöse Haushaltspolitik völlig aus dem Blick“, so Kolbow.

Aus Sicht der SPD-Fraktion dürfen neben der Sanierung des Nautilands nicht die anderen Bäder in den Hintergrund rücken. Auch hier stehen in den nächsten Jahren hohe Investitionen an. Gleichzeitig müssen alle Ausgaben im städtischen Haushalt ihren Niederschlag finden. „Deshalb spricht sich die SPD-Fraktion für eine Generalsanierung im Bestand aus, welche der Haushaltslage der Stadt Würzburg besser gerecht wird“, so Kolbow.

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