Hochschulen helfen Unternehmen bei Untersuchungen

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Würzburg erleben

30. Oktober 2014

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

Kooperation bietet viele Chancen

Wenn Unternehmen und Hochschulen gemeinsam arbeiten, profitieren alle Beteiligten von gemeinsamer Expertise. Beispiele, dass Kooperationen viele Chancen zur Weiterentwicklung bieten, demonstrierte die jüngste Sitzung des IHK-Handels- und Dienstleistungsausschusses.

Experimente zur Wirtschaftsoptimierung Mainfrankens

Professor Dr. Reiner Peter Hellbrück von der Hochschule für angewandte Wissenschaften (FHWS) Würzburg-Schweinfurt stellte dem Ausschuss sein Marktforschungsinstrument „BehaVe Lab“ vor. Mit diesem Projekt können an der Hochschule Befragungen, Interviews und Experimente durchgeführt werden, die auch für die mainfränkische Wirtschaft von Interesse sein können, um ihr Angebot zu verbessern oder ein Produkt optimal am Markt zu positionieren. Hellbrück analysierte beispielsweise im Ausschuss mögliche Kundenpräferenzen bei der Auswahl von Kreditkartenkonditionen.

4 Jahre Forschung: Interaktion Mensch Computer

Professor Dr. Holger Schramm von der Julius-Maximilians-Universität Würzburg stellte das Institut „Mensch-Computer-Medien“ vor, das seit 2010 interdisziplinär die Interaktion von Mensch und Computer erforscht und Medienpsychologie oder Wirtschaftskommunikation untersucht. Er nannte als Beispiel für Kooperationsansätze etwa Beratung, Konzeption und Evaluation von Markt- und Zielgruppenanalysen mittels Eye-Tracking oder von Produkt- und Dienstleistungswerbekampagnen.

Drei von vier Händler haben eigene Homepage

Im weiteren Mittelpunkt stand auch eine Studie der IHK und des Zentrums für Regionalforschung (ZfR) in Würzburg zu den Konflikten des innerstädtischen Einzelhandels in den Mittelzentren Mainfrankens: Ein Ergebnis erster Auswertungen zeigt, dass drei von vier inhabergeführten Händlern in der Region bereits eine eigene Homepage unterhalten. Gleichzeitig stellt das E-Commerce den Einzelhandel vor Herausforderungen. Aber auch die Konkurrenz zwischen großflächigem Einzelhandel im Außenbereich und kleinteiligem Angebot in der Innenstadt, die Entwicklung der Immobiliensituation oder der demografische Wandel sind Herausforderungen für die örtlichen Händler.

Demographischer Wandel auch in Geschäften zu erkennen

„Jeder fünfte, der befragten Einzelhändlern, plant in den kommenden fünf Jahren das Geschäft aufzugeben, viele alleine deswegen, weil sie keinen Nachfolger finden.“, so Fabian Link, Mitarbeiter am Geographischen Institut der Universität Würzburg. Es gibt aber auch positive Ergebnisse: Viele Händler stellen sich auf den demografischen Wandel ein und passen etwa ihr Sortiment altersgerecht an oder bieten Hol- und Bring-Services an. Die endgültige Studie wird 2015 veröffentlicht.

 

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