Ausstellung „ZeitBrüche“: Werke von Winfried Muthesius

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Würzburg erleben

4. November 2014

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

Ausstellung „ZeitBrüche“ im Museum am Dom

Die Ausstellung „ZeitBrüche“ ist vom 04. November bis 11. Januar 2015 dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr im Museum am Dom zu sehen. Ein umfangreicher Katalog, in dem alle Werke von Muthesius zu sehen sind und in dem Kunstkritiker Christoph Tannert Überlegungen zu dessen Werken anstellt, ist dort zum Preis von 14 Euro erhältlich.

„Ich arbeite realistisch“

„Ich verstehe mich nicht als abstrakten Künstler. Ich arbeite realistisch“, sagte Muthesius bei einer Presseführung am Montag, 3. November, im Museum am Dom. Dennoch lassen die Gemälde des 1957 geborenen Künstlers nicht immer sofort erkennen, welches Motiv dahinter steckt. „Pittura oscura“ nennt Muthesius seine Technik, bei der er eines seiner Ursprungsgemälde in einem bestimmten Raum fotografiert, das Bild entwickelt, übermalt und dann erneut reproduziert. So entstanden auch die beiden Kunstwerke „Dionysos“ und „Untergang“ in Würzburg. Das gesamte Zwischenstockwerk des Museums am Dom ist Bildern in dieser Technik gewidmet. In der großen Ausstellungshalle im Keller ist die Schädel-Reihe ausgestellt.

Werke entstanden in Würzburg

„Der Künstler hat sich voll und ganz auf Würzburg eingelassen und hier seine Werke entstehen lassen. Das ist das Besondere an dieser Ausstellung“, sagte Kunstreferent Domkapitular Dr. Jürgen Lenssen. Muthesius‘ Werke tragen Titel wie „Apokalyptischer Himmel“, „Sturzflug“ oder „Gefangen“ und sind in Schwarz, Blau oder Rot gehalten. Und trotzdem wirken die Bilder nicht trostlos oder düster.

Einbrüche dürfen nicht lähmen!

„Der Künstler schafft es, in seinen Bildern zu vermitteln, dass man sich nicht von Einbrüchen bannen und lähmen lassen soll, sondern dass man die Möglichkeiten der Ausbrüche erfasst“, erklärte Lenssen. Die Bilder gestalteten den Raum, aber der Raum gestalte auch die Bilder. Auch mit diesem Element spiele Muthesius. Und so inspirierten ihn die verschiedenen Ausstellungen immer wieder zu neuen Kunstwerken.

 

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