Lkw-Fahrer völlig betrunken auf Autobahn unterwegs

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5. November 2014

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

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Vollsperrung bei Anhaltung

WALDASCHAFF, LKR. ASCHAFFENBURG. Völlig betrunken war am späten Dienstagabend ein Lkw-Fahrer auf der A3 unterwegs. Nachdem er offenbar über viele Kilometer alle drei Fahrspuren gebraucht hatte, fuhr der 28-Jährige vor den Augen der Autobahnpolizei mehrere Warenbaken um. Bei der Anhaltung kam der Verkehr einige Zeit komplett zum Stehen. Bei dem Mann aus der Slowakei wurde eine Blutentnahme durchgeführt. Jetzt sucht die Polizei Verkehrsteilnehmer, die von dem Sattelzug möglicherweise gefährdet wurden.

Wenige Minuten vor 23:00 Uhr hatte sich eine Fernfahrerin gemeldet, der im Bereich der Einhausung bei Hösbach ein Sattelzug aufgefallen war, der in Richtung Würzburg fuhr. Die Zeugin berichtete davon, dass dieses Fahrzeug seit vielen Kilometern derart Schlangenlinien fährt, dass dabei alle drei Fahrspuren beansprucht wurden.

Sofort machten sich Streifenbesatzungen der Verkehrspolizeiinspektion Aschaffenburg – Hösbach auf den Weg. Bereits kurze Zeit später entdeckten die Beamten kurz vor einer Baustelle das genannte Fahrzeug. Im Bereich der Baustellenverschwenkung konnten die Polizisten beobachten, wie der Sattelzug geradeaus fuhr und dabei mehrere Warnbaken beschädigte, wobei ein Sachschaden in Höhe von etwa 3.000 Euro entstand. Danach zog der Fahrer stark nach links und setzte mit deutlichen Schlangenlinien seine Fahrt fort.

Fast aus der Kabine gefallen

Aufgrund des von dem Sattelzug ausgehenden Gefahrenpotenzials für andere Verkehrsteilnehmer mussten die Autobahnpolizisten schnell handeln. Sie begannen sofort damit, den Sattelzug langsam auszubremsen und stoppten ihn schließlich. Dabei kam der komplette Verkehr auf der A3 Richtung Süden zum Stehen.

Als der 28-Jährige die Fahrertüre öffnete, fiel er fast aus der Kabine. Wie sich herausstellte, war der Lkw-Fahrer völlig betrunken. Dass Alkohol im Spiel war, bestätigte auch der aus der Fahrerkabine kommende Geruch. Der Mann wurde vorläufig festgenommen. Um die Vollsperrung zügig wieder aufzulösen, bot ein hilfsbereiter Brummifahrer seine Hilfe an, der den Sattelzug unter Polizeibegleitung bis zur Anschlussstelle Weibersbrunn fuhr und ihn dort abstellte. Dadurch gab es auf der A3 in Richtung Süden wieder freie Fahrt.

In der Dienststelle der Verkehrspolizei wurde bei dem 28-Jährigen eine Blutentnahme durchgeführt, bei der die Beamten aufgrund des unkooperativen Verhaltens des Mannes leichten unmittelbaren Zwang anwenden mussten. Zu einem Alkoholtest war der Beschuldigte zuvor nicht in der Lage. Anschließend durfte er mit einer Arrestzelle Vorlieb nehmen. Hier wird er zur Stunde (07.20 Uhr) noch immer ausgenüchtert.

Nicht auszuschließen ist, dass der Fahrer mit seinem Sattelzug aufgrund seiner Fahrweise andere auf der A 3 gefährdet hat. Die betroffenen Verkehrsteilnehmer werden in diesem Fall gebeten, sich bei der Verkehrspolizeiinspektion Aschaffenburg – Hösbach, Tel. 06021/837-2530, zu melden.

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