„Kein Werben fürs Sterben“ – Diskussion um Bundeswehr bei Jobmesse

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Würzburg erleben

12. November 2014

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

Polizeieinsatz bei Jobmesse

Wir haben gestern über die Zwischenfälle bei der Jobmesse am Hubland berichtet. Linke Gruppen hatten gegen eine Teilnahme der Bundeswehr teils handgreiflich demonstriert und zuvor Uniwände mit Parolen wie „Soldaten sind Mörder“ oder „UN-Huren“ beschmiert. Neben einem Polizei- und Feldjägereinsatz wurde auch ein Sachschaden von mehreren Tausend Euro verursacht. Die Universität hat inzwischen wegen Hausfriedensbruch, versuchter Körperverletzung und Sachbeschädigung Anzeige erstattet. Was sind aber die hochschulpolitischen Hintergründe um die Jobmesse? Wir haben recherchiert.

„Kein Werben fürs Sterben“

Schon im Vorfeld der Jobmesse hat der Sprecher- und Sprecherinnenrat (SSR) die von der Universität organisierte Messe boykottiert. Begründet wurde dies mit der Teilnahme der Bundeswehr. Unter dem Schlagwort „Kein Werben fürs Sterben“ hat der SSR eine Bekanntmachung der mit 55 Ausstellern aus der Region bedeutenden Berufsmesse bei den Studierenden nicht beworben.

SprecherInnenrat gibt keine Auskunft

Der SSR selbst will weder zum Boykott noch zu den Zwischenfällen auf der Jobmesse eine Stellungnahme abgeben. Weder gegenüber den Studis (in der Montagsmail des SSR wurde kein Wort über den Boykott der Jobmesse und die Gründe hierfür verloren) noch gegenüber „Würzburg erleben“.

„Ort des Lernens, nicht der Gewalt!“

Statt des SSR äußert sich der SDS auf seiner FB-Seite. Mehrere SDS-Mitglieder sind zugleich in der Studierendenvertretung aktiv. Dort wird als Grund für den Boykott die „militaristische Werbung“ der Bundeswehr angeführt, deren „primärer Zweck die Interessen von Staat und Kapital sind.“

Die Juso-Hochschulgruppe hat, um diese Diskussion unter den Vertretern der Studierenden im Konvent zu klären, einen eigenen Antrag eingereicht: Juso-Antrag an den Konvent.

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