Alle unter einen Hut – der Ausländer- und Integrationsbeirat

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Würzburg erleben

13. November 2014

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

Was ist der Ausländer- und Integrationsbeirat?

Kürzlich hatten wir wieder interessanten Besuch in unserer Redaktion, Antonella Caprini ist die Vorsitzende des Ausländer- und Integrationsbeirat in Würzburg und hat uns von ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit und dem Beirat erzählt.

Der Ausländer- und Integrationsbeirat ist ein frei gewähltes unabhängiges, politisches Gremium, das den Würzburger Stadtrat, bei allen Fragen zum Thema Integration, berät. Er besteht aus 15 Personen, die von dem ausländischen Teil der Bevölkerung frei gewählt wurden. Der Beirat trifft sich zu sechs Vollversammlungen pro Jahr. Dazwischen finden monatlichen Treffen in Form eines Stammtisches statt. Außerdem gibt es regelmäßigen Treffen der jeweiligen Arbeitsgruppen, um die konkrete Belange der ausländischen Mitbürger gezielt anzugehen.

Herausforderung: Viele Bedürfnisse unter einen Hut bringen

Der Ausländer- und Integrationsbeirat versucht aktiv alle Fraktionen, also alle die von ihm vertreten werden, aktiv mit einzubeziehen und den Kontakt zu intensivieren. Antonella Caprini erzählte uns auch von den Herausforderungen, vor denen der Beirat steht:

„Wir müssen auch dem ständigen Wandel der verschiedenen Migrationsarten gerecht werden. Vor vielen Jahren standen vielleicht eher die klassischen Gastarbeiter im Fokus, dann zunehmend auch ausländische Studenten, welche sich entschlossen haben in Würzburg sesshaft zu werden. Flüchtlinge und seit ein paar Monaten stellen wir auch den Zuzug von neuen MitbürgerInnen aus anderen EU-Ländern fest, wie z.B. Spanien und Italien, aber auch aus neuen EU Ländern. Es ist eine Herausforderung alle Bedürfnisse zu evaluieren und an geeigneten Schnittstellen zusammenzuführen. Zum Glück decken die Beiratsmitglider auch verschiedene Migrationsgründe ab, sodass jeder auf seinem Gebiet Spezialist ist.“

Was der Ausländer- und Integrationsbeirat macht?

Würzburg ist eine tolle Stadt, die ihren BürgerInnen sehr viel anbietet. Es gibt sehr viele (ehrenamtlich, aber nicht nur) Initiativen und Angebote. Diese sind, laut der Vorsitzenden, leider etwas zerstreut. „Wir möchten sie alle zusammenfassen und als Schnittstelle zwischen den Bürgern und diesen Angebote fungieren. Bzw. den Bürgerinnen und Bürgern helfen, diese Initiative zu finden und wahrnehmen zu können. Dafür suchen wir den Kontakt zu den verschiedenen Organisationen bzw. bitte ich hier gleich uns auch aufzusuchen, und uns die Informationen zu übermitteln. Wir verbreiten sie dann unter den Bürgern.“

Ein Beirat zum „Anfassen“

Als besondere Aktion wurde in der letzten Vollversammlung beschlossen, eine „Bürgersprechstunde“ in den verschiedenen Stadtteilen einzurichten. Im Wechsel wird der Beirat in die Stadtteile gehen und dort den Bürgern mit Rat und Tat zur Seite stehen. Man will ein Beirat zum „Anfassen“ sein und das direkte Gespräch suchen.

„Unser Ziel ist es, die Lebensverhältnisse der ausländischen Bevölkerung zu verbessern und Diskriminierungen vorzubeugen. Aber vor allem die menschlichen Beziehungen zwischen den Ausländern und der einheimischen Bevölkerung zu fördern. Dazu gehört natürlich auch die Vermittlung zwischen den Kulturen und Religionen. Ganz im Sinne des diesjährigen Leitsatzes des Interkulturellen Herbstes – „Gemeinsamkeiten finden – Unterschiede feiern“.

Einladung an die WürzburgerInnen

Um das zu erreichen, werden regelmäßige Veranstaltungen, Fachtage und Podiumsdiskussionen organisiert. Beispielsweise die Abschlussveranstaltung des interkulturellen Herbstes am 22.11. im Matthias-Ehrenfried-Haus ab 15:30 Uhr. Das ist ein interkulturelles Festival, organisiert in Zusammenarbeit mit Despertar, der spanisch-sprechender Verein Würzburgs.

„Jeder, der mitmachen möchte, heißen wir herzlich willkommen. Bürger und Bürgerinnen, die Würzburg mitgestalten möchten, können uns gerne kontaktieren. Wie bereits gesagt, der neue Beirat sieht Würzburg als Stadt des friedlichen Zusammenlebens, unabhängig von Herkunft, Sprache oder Religion“, schließt Antonella Caprini die interessante Diskussion ab.

Wenn Ihr noch mehr erfahren wollt oder mit dem Beirat in Kontakt treten, dann schaut doch mal bei der Facebook-Seite vorbei.

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