Jusos fordern Mahnmal für die Opfer der Hexenprozesse
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Würzburg erleben
19. November 2014

Symbolbild Würzburg
Antrag auf Mahnmal im Stadtrat
Würzburg gilt als Hochburg der Hexenverbrennungen im 16./17. Jahrhundert. Einer der größten Hexenverfolger, so die Jusos: Julius Echter von Mespelsbrunn. Nur wenige seien sich laut der Pressemitteilung der Jusos Würzburg-Stadt auch dessen bewusst. In der Stadt fänden sich kaum Orte der Erinnerung an diese Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Deshalb fordert die SPD-Stadtratsfraktion die Errichtung eines Mahnmals für die Opfer der Hexenverfolgung. Über den Antrag wird am Donnerstag, den 20. November abgestimmt.
Offener Umgang mit der Geschichte der Stadt
Stadträtin und stellvertretende Juso-Landesvorsitzende Laura Wallner ist der Meinung: „An vielen Stellen beruft sich die Stadt auf Ihre Geschichte als fürstbischöfliche Residenz. Bei der Benennung von Plätzen und Straßen, mit der Errichtung von Denkmälern und oder der Widmung von Bildungseinrichtungen. Deswegen kann es nicht sein, dass eines der dunkelsten Kapitel der Stadtgeschichte im öffentlichen Raum keinen Platz findet. Wir wollen einen offenen und sichtbaren Umgang mit der Geschichte unserer Stadt.“
Mahnmal am Unteren Markt
Der Antrag wurde von den Würzburger Jusos auf dem Stadtparteitag der SPD-Würzburg gestellt. Freya Altenhöner, Vorsitzende der Jusos, sagt hierzu: „Wir fordern die Errichtung eines zentralen Mahnmals für die Opfer der Hexenprozesse in der Stadt und im Stift Würzburg, am unteren Markt vor der Marienkapelle. Wir brauchen in Würzburg eine aktive Erinnerungskultur, und stellen uns gegen jede Art von Geschichtsrevisionismus.“ (Artikel beruht auf der Pressemitteilung der Jusos Würzburg-Stadt)

