190 Radfahrer bei Beleuchtungsaktionswoche kontrolliert
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Würzburg erleben
27. November 2014

Symbolbild Würzburg
Fehlende und mangelhafte Beleuchtung
Im Jahr 2013 wurden im Stadtgebiet Würzburg 203 Verkehrsunfälle mit Radfahrer registriert, bei denen ein Radfahrer ums Leben kam und 175 Biker zum Teil schwer verletzt wurden. Schuldhaft waren Radfahrer in 107 Fällen beteiligt.
Neben anderen Ursachen sind fehlende bzw. mangelhafte Beleuchtungseinrichtungen an Fahrrädern immer wieder die Ursache für schwere Verkehrsunfälle oder Gefährdungen anderer Verkehrsteilnehmer.
Kontrollwoche der Polizei
Aus diesem Grund führte die Würzburger Polizei in der Innenstadt in der Zeit vom 17.-23.11.2014 eine Aktionswoche mit verstärkten Kontrollen der Beleuchtung an Fahrrädern durch.
Kontrolliert wurden in den Abendstunden insgesamt 190 Radfahrer, von denen 51 wegen mangelhafter Beleuchtung beanstandet wurden. Sie mussten ein Verwarnungsgeld in Höhe von 20 Euro bezahlen.
Fünf Fahrradfahrer stark alkoholisiert
Dass die Kontrollen mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer bedeuten, zeigt sich auch daran, dass darüber hinaus fünf Radfahrer stark alkoholisiert aus dem Verkehr gezogen wurden. Durchgeführte Atemalkoholtests ergaben bei ihnen Werte von über 1,6 Promille, weswegen bei allen eine Blutentnahme durchgeführt wurde.
Die Folgen von Trunkenheitsfahrten auf dem Fahrrad sind für die Betroffenen gravierend: Neben einer Anzeige an die Staatsanwaltschaft gibt es drei Punkte in der Flensburger Verkehrssünderkartei. Außerdem wird in der Regel noch eine Geldstrafe verhängt und die Radfahrer müssen an einer medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU) teilnehmen, die derzeit etwa 390 Euro kostet. Für manche droht sogar der Entzug der Fahrerlaubnis.
Wir wollen, dass alle Verkehrsteilnehmer sicher ankommen. Deshalb wird die Würzburger Polizei auch weiterhin ein wachsames Auge nicht nur auf die Radfahrer haben.

