Grün-Weißer Zweitligagipfel in Rimpar

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Würzburg erleben

28. November 2014

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

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DJK Rimpar Wölfe vs. DHfK Leipzig am Samstag

Hätte man im August gewettet, dass in der Partie des fünfzehnten Spieltages „DJK Rimpar – DHfK Leipzig“ die beiden topplatzierten Teams der zweiten Handballbundesliga aufeinander treffen, wäre man sicher mit einem unverständlichen Kopfschütteln bedacht worden. Doch die bisher herausragenden Leistungen, der in Grün-Weiß auflaufenden Mannschaften sorgen dafür, dass sich viele handballinteressierte Augen an diesem Samstagabend auf die ausverkaufte Handballhölle in Rimpar richten, wenn das Gipfeltreffen um 20 Uhr angepfiffen wird.

Kein Konkurrenz um Platzierungen

Für den Rimparer Coach Jens Bürkle ist der Tabellenführer aus Leipzig kein wirklicher Konkurrent um Platzierungen. Zu unterschiedlich sind die Ansprüche beider Teams, mögen auch nur zwei Punkte zwischen ihnen liegen. Geht es um eine Zielerreichung auf die Saison gesehen, sieht er die eigentlichen Gegner in anderen Gefilden der Tabelle.

Erfolg kann zu hohe Erwartungen wecken

Der gegenwärtig komfortable Aufenthalt auf einem der Aufstiegsplätze ist für ihn denn auch mehr ein Resultat eines unbeschwerten Auftretens nach einem Saisonbeginn, der nicht besser hätte laufen können. Doch natürlich ist der Wölfetrainer auch erfahren genug zu wissen, dass eine solche Platzierung schnell Begehrlichkeiten und überzogene Erwartungen wecken kann. Deshalb wird er nicht müde, das eigentliche Saisonziel zu betonen, denn darauf ist die Strategie der Mannschaftsführung ausgerichtet. Von ständigen, der jeweiligen Tabellenlage angepassten Zielwechseln hält er gar nichts. Aus diesem Grund steht das Spiel gegen Leipzig auch für ihn nicht ausschließlich unter dem Motto „Spitzenspiel“, in dem es um den Platz an der Sonne geht, sondern eine Begegnung wie jede andere, bei dem man zwei weitere Punkte gewinnen kann. Dass man jedes Spiel mit höchstem Einsatz angehen muss, steht dabei außer Frage, denn Außergewöhnliches kann man nur schaffen, wenn Körper und Geist einhundert Prozent der Leistungsfähigkeit abrufen.

Es kann ganz schnell wieder bergab gehen

Das schien in den letzten Spielen nicht immer so zu sein. Gerade die Niederlage in Bittenfeld hat gezeigt, dass in entscheidenden Momenten die notwendige Konzentration auf das Wesentliche fehlt. Das ist beim Handball nun einmal das Verhindern und Werfen von Toren. Während man sich beim Ersteren aufgrund überragender Torhüterleistungen und einer kämpferisch hervorstechenden Abwehr nicht allzu viel vorwerfen lassen muss, scheint der Angriff nicht das abzurufen, was er an Leistungspotenzialen aufweist. Die gegenwärtige Wurfausbeute jedenfalls wird gegen eine Spitzenmannschaft wie Leipzig nicht reichen, auch wenn es wieder nur darum gehen mag, zwei weitere Punkte auf dem Weg zum Saisonziel zu bunkern.

Kein Zweifel bei den Sachsen

Rundum stabil läuft es hingegen Woche für Woche bei den Sachsen, diese haben in dieser Saison bis auf einen leichtfertigen Ausrutscher in Saarlouis Großes leisten können und zeigten auch am Mittwoch beim 31:24 Heimsieg gegen den Verfolger aus Großwallstadt ihre ganze Klasse. Nicht umsonst steht die Mannschaft an der Spitze der 2. Handballbundesliga und hat zu Recht den Aufstieg ins Oberhaus klar ins Visier genommen. Da sind sich auch viele Trainer der Liga mal einig: Diese Mannschaft wird ziemlich sicher dieses Klassenziel erreichen.

Respekt vor DHfK Leipzig

Das sieht auch Wölfetrainer Jens Bürkle so, wenn er über den nächsten Gast in der „Hölle Nord“ spricht. Er sieht den Tabellenführer in einer klaren Favoritenrolle, auch wenn ihm vielleicht noch das Heimspiel gegen die Sachsen aus dem letzten Jahr in den Sinn kommen mag, als Daniel Sauer mit seinem Siebenmetertor in der Schlusssekunde einen Punkt retten konnte. Doch mittlerweile zeigen sich die Leipziger ausgesprochen stabil, verfügen über eine starke Abwehr und sind in der Lage, sich auch kämpferisch durchzusetzen, wie das scheinbar schon verloren geglaubte, aber in den Schlusssekunden noch gewonnene Spiel gegen Eisenach belegen konnte.

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