Aktion in Würzburg: Stäbchen Rein – Spender sein
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Würzburg erleben
1. Dezember 2014

Symbolbild Würzburg
Einzige Chance: Stammzellspende!
Alle 16 Minuten erhält ein Mensch in Deutschland die niederschmetternde Diagnose „Blutkrebs“. Für viele Patienten, darunter viele Kinder und Jugendliche, ist die einzige Überlebenschance eine Stammzellspende! Viele Patienten finden immer noch keinen passenden Spender, dessen Gewebemerkmale nahezu hundertprozentig mit denen vom Patienten übereinstimmen. Um schnell und gezielt zu helfen, müssen sich möglichst viele Menschen als potenzielle Stammzellspender registrieren lassen. Hierzu wird am Dienstag, den 09.12.2014, im „Casino klein“ (über der Burse, Am Studentenhaus, 97070 Würzburg) von 11.30 Uhr bis 15.00 Uhr gemeinsam mit der „DKMS – Deutsche Knochenmarkspenderdatei“ eine Registrierungsaktion organisiert, um viele neue potentielle Spender zu gewinnen und so viele Menschen wie möglich über die Themen Blutkrebs und Stammzellspende zu informieren.
Wer kann sich registrieren lassen?
Als potentieller Spender können sich alle Personen im Alter von 18 bis 55 Jahren registrieren lassen, die keine Vorerkrankungen des blutbildenden Systems oder diverse andere gesundheitliche Probleme haben. Ausgeschlossen sind zudem Personen, die Medikamente einnehmen, welche unter bestimmte Ausschlusskriterien fallen, sowie homo- und bisexuelle Männer und Prostituierte.
Wie findet die Registrierung statt?
Eine Registrierung gelingt einfach und kostet – abgesehen von einigen Minuten – dem potentiellen Spender nichts, zudem kann sie auf unterschiedliche Arten erfolgen: Zum einen kann man bei einer Registrierungsaktion der DKMS an unterschiedlichen Standorten teilnehmen. Hier wird meist mittels eines Wattestäbchens ein Abstrich von der Wangenschleimhaut genommen. Im Labor der DKMS werden anhand dieses Abstriches die Gewebemerkmale der jeweiligen Person bestimmt. Man kann eine Registrierung aber auch zu Hause durchführen. Hierzu kann man auf der Homepage der DKMS ein Briefspenderset anfordern, mit Hilfe dessen man den Wangenabstrich selbstständig durchführt.
Was passiert nach der Registrierung, wenn ich als Spender in Frage komme?
Nach der Registrierung stehen die Gewerbemerkmale für die Suche von Patienten auf der ganzen Welt zur Verfügung. Sollte man dann als Spender in Frage kommen, nimmt die DKMS Kontakt zu einem auf. Danach findet die Stammzellenspende statt. Viele Menschen haben hiervor Angst, denn oft denken sie die Spende wird aus dem Rückenmark an der Wirbelsäule entnommen. Aber so schlimm ist es nicht.
80 % der Fälle werden die Stammzellen aus der Blutbahn entnommen, sog. periphere Stammzellspende. Hierzu ist keine Operation notwendig. Dem Spender wird über fünf Tage hinweg der Wachstumsfaktor G-CSF verabreicht. Dieses Medikament steigert die Anzahl der Stammzellen im peripheren Blut, die dann über ein spezielles Verfahren direkt aus dem Blut gewonnen werden. Die Spende dauert 4-8 Stunden an ein bis zwei aufeinanderfolgenden Tagen.
Eine andere Möglichkeit ist die Knochenmarkspende. Bei dieser Methode wird dem Spender unter Vollnarkose aus dem Beckenkamm ca. 5 Prozent seines Knochenmarks (nicht Rückenmark) entnommen. Hierbei genügen in der Regel zwei kleine Einschnitte im Bereich des hinteren Beckenknochens. Die Entnahme erfolgt in Bauchlage und dauert etwa 60 Minuten. Bei der Knochenmarkspende beschränkt sich das Risiko im Wesentlichen auf die Narkose. Nach der Entnahme kann für wenige Tage ein lokaler Wundschmerz entstehen – ähnlich dem einer Prellung.
Warum die DKMS ?
Seit 1991 steckt die DKMS im Kampf gegen Blutkrebs. Jedes Menschenleben zählt, überall auf der Welt. Weltweit sterben immer noch zu viele Patienten an den Folgen einer Blutkrebserkrankung. Die DKMS will allen Menschen, im eigenen Land, aber auch in anderen Ländern, neue Hoffnung auf Leben schenken.
Mittlerweile ist die DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei mit 4.850.151 registrierten Spendern auf der ganzen Welt, davon 3,5 Millionen in Deutschland, die weltweit größte Spenderdatei. Seit der Gründung konnte die DKMS bereits 45. 691 Stammzellspenden für Patienten vermitteln.
Auf jede kleine Spende angewiesen
Dabei finanzierst sich die DKMS allein aus Spenden. Die Registrierung kostet den Spender zwar nichts, aber für die DKMS kostet eine Registrierung 50 Euro. Daher ist die DKMS auch auf jede noch so kleine Spende angewiesen. Wer also gerne, seien es auch nur kleine Beträge, spenden möchte, kann dies gerne tun:
- DKMS Spendenkonto
- IBAN: DE94641500200005558588 (Stichwort: HSL 083)
- BIC: SOLADES1TUB
(Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der DKMS.)

