Pontifikalgottesdienst an Mariä Empfängnis im Kiliansdom

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Würzburg erleben

10. Dezember 2014

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

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Hochfest der Jungfrau Maria

Das Reich Gottes kommt dort zum Tragen, wo Menschen sich der Wirklichkeit Gottes öffnen, seinen Willen respektieren und ihr Leben danach ausrichten. Das hat Bischof Dr. Friedhelm Hofmann am Montagabend, 8. Dezember, dem Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria, im Kiliansdom betont. „Gott, der jetzt handelt, will auch durch unser Handeln präsent sein. So wird seine liebende Herrschaft nicht nur durch uns erfahrbar, sondern auch von uns als die zukünftige Vollendung bezeugt“, sagte der Bischof.

„Jahr der Orden“

Das bis zum 2. Februar 2016 dauernde „Jahr der Orden“ der katholischen Kirche solle helfen, weltweit auf die Bedeutung der Orden und Säkularinstitute hinzuweisen und junge Menschen für einen solchen Lebensweg zu begeistern. „Es ist notwendig, dass die Gesellschaft sich wieder auf den Schatz der Ordensleute besinnt“, betonte Bischof Hofmann. Vielen Zeitgenossen sei ein Leben für Gott ebenso unverständlich wie das Festgeheimnis der ohne Schuld empfangenen Jungfrau Maria.

Mit Gottes Hilfe Guten tun

Die Erbsünde sei das Gift einer Denkweise, bei der der Mensch nicht auf Gott vertraue, diesen als Konkurrenten erachte, der die Freiheit des Einzelnen einschränke. „Der Mensch will seine Existenz und die Fülle seines Lebens nicht von Gott empfangen. Und indem er das tut, vertraut er der Lüge statt der Wahrheit und stürzt so mit seinem Leben ins Leere, in den Tod.“ In dieser nicht vom Menschen selbst zu verantwortenden Schuld müsse dieser nicht stecken bleiben, sagte Bischof Hofmann. „Mit der Hilfe Gottes kann er Gutes tun. In der Taufe wird er sogar von der Erbsünde befreit.“

Gott tritt in die Geschichte der Menschen ein

Gott komme konkret auf die Menschen zu. „Er tritt – wie wir es uns im Advent wieder bewusst machen – in unsere Geschichte ein, wird einer von uns – unser Bruder. Maria, seine Mutter, befreite er im Blick auf diese Erlösungstat am Kreuz schon im Augenblick ihrer Empfängnis von dieser Erbschuld. Dies ist ein unverdientes Geschenk an die Gottesmutter. Diese aber hat es durch ihr treues, durchgehaltenes ,Fiat‘ – ,Ja, dein Wille geschehe‘ – ein Leben lang dankbar eingelöst.“

Gottesherrschaft – zukünftig und doch jetzt

Für sie, aber auch für die Menschen von heute sei es schwierig, mit dem Reich Gottes umzugehen, von dem Jesus spricht. „Wer hat die Kraft, ohne auf den im Jenseits verheißenen Lohn in ein Kloster zu gehen? Wenn man aber dem Jenseits nicht traut, hat man keine entsprechende Motivation.“ Es sei schwer zu verstehen, dass diese Gottesherrschaft eigentlich zukünftig ist und doch schon jetzt anbreche.

Bischof Dr. Friedhelm Hofmann dankt Ordensleuten für ihren Einsatz

Der Bischof dankte den anwesenden Ordensleuten, dass sie den Mut hatten und haben, sich in Ganzhingabe auf Gott einzulassen. „Gott weiß um all das, was jeden von uns bewegt. Lassen wir ihm viel Raum in unserem Herzen, damit wir schon jetzt auch bei ihm ausruhen können, und geben wir mutig Zeugnis von unseren Erfahrungen.“

Pressemitteilung der Pressestelle des Bischöflichen Ordinariats Würzburg

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