„Winterblues“ – Was kann man tun?
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Würzburg erleben
17. Dezember 2014

Symbolbild Würzburg
Müde, antriebslos, kalt – Es ist Winter!
Winterdepressionen, im Volksmund auch „Winterblues“ genannt, ereilen viele von uns im Laufe des Winters. Vor allem zum Jahresbeginn scheint für viele ein Stimmungstief vorprogrammiert zu sein. Die erste Winterzeit vergeht schnell, man freut sich auf Weihnachten, trifft sich mit Freunden am Weihnachtsmarkt, feiert das Fest mit seinen Lieben, genießt die freien Tage – Und dann kommt der Januar, der Urlaub ist vorbei, die Neujahrsvorsätze schon wieder verworfen und es kommt einem so vor, als würden es gar nicht mehr richtig hell werden. Man fühlt sich müde und antriebslos. Da kommen die winterlichen Stimmungstiefs.
Stimmungstief ist nicht gleich Depression
Prof. Dr. Jürgen Deckert ist der Leiter der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie an der Uniklinik Würzburg. Er erläutert für uns, was es mit den Winterdepressionen auf sich hat. „In einem gewissen Rahmen sind die Stimmungstiefs im Winter normal“, erklärt er uns. Sei es aber eine diagnostizierte Depression kann man unterscheiden. Es gäbe Patienten, die leiden das ganze Jahr über an Depressionen, in den Wintermonaten sind diese jedoch stärker ausgeprägt. Dann gäbe es auch Patienten mit einer „saisonalen Depression“, die dann nur im Winter auftritt.
Der „Winterblues“ als breites Phänomen wird auch nicht als Krankheit diagnostiziert, solange er sich in einem „normalen“ Rahmen bewegt. Dafür gibt uns Prof. Dr. Deckert dann auch einen Tipp: „Raus an die frische Luft und Bewegung.“
Im Tageslicht an die frische Luft
Dies mag erst einmal banal klingen, haben wir doch alle schon gehört. Doch im Winter geht man, z.B. aufgrund der Arbeitszeiten, eher abends raus. Um genug Licht zu bekommen, was entgegen einer breiten Meinung auch bei bewölktem Himmel kein Problem darstellt, sollte man versuchen in der Mittagszeit oder am Nachmittag rauszugehen. Schon kurze Spaziergänge können das Wohlbefinden erhöhen und den Kreislauf in Schwung bringen.
Ein vorübergehendes Stimmungstief, vor allem im Winter, ist also noch kein Grund zur Sorge. Hält der Zustand aber über längere Zeiträume an, sollte man nicht zögern und sich ärztlich untersuchen lassen.

