Nach Bedrohung der Ehefrau: 41-Jähriger in Bezirkskrankenhaus eingeliefert
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4. Januar 2015

Symbolbild Würzburg
In Bezirkskrankenhaus eingeliefert
GEROLZHOFEN, LKR. SCHWEINFURT. Nachdem sich ein Mann am Samstag gut dreieinhalb Stunden lang mit seiner Ehefrau in der Wohnung verbarrikadiert und die 37-Jährige dabei mit einem Messer bedroht hatte, ist der Beschuldigte in den Nachmittagsstunden in ein Bezirkskrankenhaus eingeliefert worden.
Mit massiver Gewalt gedroht
Wie bereits berichtet, hatte sich der Mann mit seiner Ehefrau in der gemeinsamen Wohnung eingeschlossen und für den Fall, dass jemand die Räume betreten würde, damit gedroht, dass er seiner Frau und sich etwas antun würde.
Von Spezialeinsatzkommando überwältigt
Daraufhin war die Verhandlungsgruppe der Unterfränkischen Polizei aufgerufen worden. Die Beamten hatten in der Folge mit Hilfe einer Dolmetscherin ständigen Kontakt zu dem 41-Jährigen gehalten und beruhigend auf ihn eingewirkt. Auch ein Spezialeinsatzkommando der Polizei kam nach Gerolzhofen. Wenige Minuten vor 13:00 Uhr hatte der Mann die Wohnungstüre kurz geöffnet und war dabei von Beamten des Spezialeinsatzkommandos überwältigt worden. In der Wohnung wurde das Messer sichergestellt, mit dem die 37-Jährige bedroht worden war.
Bislang keine Erkenntnisse zum Motiv
Die Ehefrau hatte leichte Verletzungen erlitten. Sie wurde in einem Krankenhaus ambulant behandelt. Ihr Ehemann wurde zur Dienststelle gebracht. Aufgrund seiner psychischen Verfassung erfolgte noch am Samstagnachmittag die Einlieferung des Mannes in ein Bezirkskrankenhaus. Zum Motiv liegen noch immer keine gesicherten Erkenntnisse vor.
Gegen den 41-Jährigen ermitteln nun die Kriminalpolizei Schweinfurt und die Staatsanwaltschaft Schweinfurt wegen Geiselnahme, gefährlicher Körperverletzung und Bedrohung.
Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Unterfranken.

