Streit einer Wohngemeinschaft eskaliert: Mann mit Machete in der Hand
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9. Januar 2015

Symbolbild Würzburg
Mit Machete vor Mitbewohnern
SCHWEINFURT. Ein Streit zwischen Mitgliedern einer Wohngemeinschaft, der bei bei der Abholung von Möbeln seinen Ursprung fand, ist am Freitagnachmittag in der Schweinfurter Innenstadt eskaliert. Ein Mann stand während der Auseinandersetzung mit einer Machete vor seiner ehemaligen Mitbewohnerin. Weiter leistete ein 30-Jähriger nach Eintreffen der Polizei Widerstand bei einer polizeilichen Maßnahme. Auch gegen ihn wird jetzt ein Strafverfahren eingeleitet. Verletzt wurde bei dem Geschehen niemand.
Heftiger Streit
Gegen 16:00 Uhr hatte eine noch unbekannte Person den lautstarken Streit in der Luitpoldstraße mitgeteilt. Sofort machten sich mehrere Streifenbesatzungen auf den Weg. Vor Ort konnte geklärt werden, dass eine 45-jährige Frau ihr Zimmer in einer mit zwei Männern geteilten Wohnung aufgegeben hatte. Sie war mit drei Helfern angerückt, um Möbel abzuholen. Hier kam es in der Wohnung zu einem heftigen Streit mit den ehemaligen Mitbewohnern.
Mit Kopf gegen Autoscheibe
Einer dieser Männer stand dann mit einer Machete in der Hand vor der Frau. Eingesetzt oder drohend gehalten hat er die Waffe nach derzeitigen Erkenntnissen nicht. Im Laufe der Auseinandersetzung, die sich teilweise auch auf offener Straße abspielte, soll ein Beschuldigter die 45-Jährige mit dem Kopf gegen die Windschutzscheibe eines Pkws geschlagen haben. Verletzungen hat sie keine davongetragen.
Ermittlungsverfahren eingeleitet
Im Beisein der Polizei war ein 30-Jähriger weiter sehr aggressiv gegenüber der Frau und auch den Polizeibeamten. Ihm sollten deshalb Handschellen angelegt werden. Dieser Maßnahme widersetzte er sich aktiv. Erst nach einiger Zeit gelang es den Polizeibeamten die Fesseln anzulegen. Verletzt wurde auch im Rahmen dieser Geschehnisse niemand. Gegen den Mann läuft jetzt ein Ermittlungsverfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.
Weiter wird wegen Verstößen nach dem Waffengesetz und den Tatbeständen der Nötigung und Körperverletzung ermittelt.

