Alles schläft, einer wacht: Rauchwarnmelderpflicht

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12. Januar 2015

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

Wohnungsbrände in Deutschland

In der Bundesrepublik Deutschland sterben jährlich bei nahezu 4.000 Wohnungsbränden bis zu 600 Menschen an den Folgen von Verbrennungen oder ersticken im Brandrauch. 6.000 Menschen werden jedes Jahr verletzt. Die meisten Brände entflammen Wohnhäuser. Rauchvergiftungen machen etwa 80 Prozent der Todesursache bei Bränden aus, denn eine Rauchgasvergiftung kann bereits nach zwei Minuten tödlich sein.

Alles schläft, einer wacht

Rauchwarnmelder können Leben retten. Vor diesem Hintergrund hat die Regierung von Unterfranken bereits in der Vergangenheit die Anbringung von Rauchwarnmeldern wiederholt dringend empfohlen. Im Brandfall verbleiben nur wenige Minuten, um die Wohnung zu verlassen, in der ein Brand entstanden ist. Bereits das Einatmen eines einzigen Atemzugs mit Brandrauch kann, je nach Art der verbrannten Gegenstände, tödlich sein. Rauchwarnmelder können daher bei einem geringen Kostenaufwand Leben retten, und dies auch nachts über entsprechenden Alarmton nach dem Motto: „Alles schläft, einer wacht“.

Zur Rechtslage

Für alle Wohnungsneubauten gilt ab dem 01. Januar 2013 eine gesetzliche Verpflichtung zum Einbau von Rauchwarnmeldern. Die Eigentümer vorhandener Wohnungen (bei Mietwohnungen in der Regel der Vermieter) sind verpflichtet, jede Wohnung bis zum 31. Dezember 2017 entsprechend auszustatten bzw. nachzurüsten. Vorgeschrieben ist laut Gesetz mindestens 1 Rauchwarnmelder in jedem Kinderzimmer, in jedem Schlafzimmer und in den Fluren, die zu Aufenthaltsräumen führen. Die Rauchwarnmelder müssen so eingebaut oder angebracht und betrieben werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird (in der Regel an der Decke). Die Sicherstellung der Betriebsbereitschaft obliegt den unmittelbaren Besitzern (bei Mietwohnungen also den Mietern), es sei denn, der Eigentümer übernimmt diese Verpflichtung selbst.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Regierung von Unterfranken. 

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