Demonstrationen in Würzburg erneut friedlich
Anzeige
Würzburg erleben
12. Januar 2015

Symbolbild Würzburg
Friedliche Demonstrationen
WÜRZBURG. Auch an diesem Montagabend kann man wieder von einem insgesamt friedlichen Verlauf der vier Versammlungen sprechen. Trotz hoher Teilnehmerzahlen kam es laut der Polizei zu keinen größeren Zwischenfällen oder Auseinandersetzungen zwischen den einzelnen Gruppierungen.
Zwei Festnahmen und mehrere Platzverweise
Beamte nahmen zwei Personen vorläufig fest und sprachen mehrere Platzverweise aus. Außerdem kam es zu Sicherstellungen von drei Waffen und einer Sachbeschädigung an einem Einsatzfahrzeug. Personen wurden nicht verletzt.
1.200 Menschen sympathisieren mit Frankreich
Wie gewohnt friedlich verlief der 159. Montagsspaziergang (MOSPA) mit dem Motto“In Solidarität mit Charlie Hebdo – für die friedliche Koexistenz aller Menschen“ vom Würzburger Hauptbahnhof zum Unteren Markt. Zur Auftaktkundgebung hatten sich bereits 800 Demonstrierende am Kiliansbrunnen am Bahnhofsvorplatz zusammengefunden. Nach einer Schweigeminute setzte sich der Aufzug durch die Würzburger Innenstadt in Bewegung. Die Teilnehmer verhielten sich friedlich und brachten durch Plakate ihre Sympathie für das französische Volk nach den Anschlägen in den vergangenen Tagen zum Ausdruck. Am Unteren Markt angekommen versammelten sich etwa 1.200 Menschen zu einer Abschlusskundgebung.
PEGIDA ist „Gegen Glaubenskriege“
Der Aufzug mit dem Thema „Gegen Glaubenskriege auf Deutschem Boden“ startete um 19:10 Uhr. Die Polizei schätze ca. 250 Teilnehmern, wohingegen die Veranstalter von 400 Teilnehmern sprachen. Die Demonstration bewegte sich von der Münzstraße über den Petersplatz bis zum Ort der Abschlusskundgebung vor der Neubaukirche.
Lautstark, aber friedliche Gegendemonstranten
Die Aufzugstrecke war durch die Einsatzkräfte durch Sperrgitter gesichert worden, um einen störungsfreien Verlauf der Demonstration zu gewährleisten. Auf der anderen Seite der Sperrgitter hatten sich etwa 500 bis 600 Gegendemonstranten eingefunden, um gemeinsam zu protestieren. Lautstark und weitestgehend friedlich stellten sie klar, dass sie die Meinung der Demonstranten nicht teilen.
Polizei entschärft versuchte Störung
Nur vereinzelt versuchten Gegendemonstranten, den Aufzug zu stören und über die Sperrgitter zu steigen. So versuchte eine Gruppe von etwa 12 Personen in der Peterstraße aus einem Gebäude heraus auf die abgegitterte Fläche zu kommen. Durch einfaches Zurückdrängen in das Wohnhaus und konnte diese Situation schnell entschärft werden. Einsatzkräfte verhinderten in einigen Fällen das Übersteigen der Sperrgitter.
Zwei vorläufige Festnahmen wegen Waffenbesitz
Im Zuge der Veranstaltung nahmen eingesetzte Beamte zwei Demonstrationsteilnehmer vorläufig fest, die Waffen, worunter auch sog. Schutzwaffen fallen, im Sinne des Versammlungsgesetzes bei sich führten. Diese Gegenstände wurden sichergestellt und entsprechende Verfahren eingeleitet.
Für den Heimweg von Polizei getrennt
Ab 19:30 Uhr fanden die Demonstranten sich zu einer Abschlusskundgebung vor der Neubaukirche ein. Hierbei setzten sie auch eine Lautsprecheranlage ein. Auch die Kundgebung wurde von den Sprechchören der Gegendemonstranten begleitet. Nach dem Ende der Versammlung trennten die Polizeibeamten gezielt die Demonstranten von den Gegendemonstranten, um ein direktes Aufeinandertreffen beider Gruppierungen zu vermeiden. Das Konzept, so Auseinandersetzungen zu verhindern, ging abermals auf.
Zwei weitere Mahnwachen mit je 20 Teilnehmer/innen.
Die beiden Mahnwachen am Vierröhrenbrunnen und am Domplatz verliefen absolut problemlos. Zwischen 18:30 Uhr und 19:00 Uhr hatten sich 20 Teilnehmer vor dem Dom unter dem Motto „Ein Licht für den Frieden“ versammelt. Die Friedenswache zum Thema „Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit“ fand ab 19:00 Uhr mit in der Spitze ebenfalls ca. 20 Teilnehmern statt.
Polizei bedankt sich für friedliche Demo
Insgesamt ist die Würzburger Polizei mit dem Verlauf der einzelnen Demonstrationen zufrieden und bedankt sich bei allen Menschen, die friedlich von ihrem Versammlungsrecht Gebrauch gemacht haben.
Der Artikel beruht in weiten Teilen auf einer Pressemitteilung der Bayerischen Polizei.
Alle Berichte über Pegida und Anti-Pegida
Alle Beiträge zu den Demonstrationen in Würzburg findet Ihr hier.

