Johanniter verteilen 3600 Lebensmittelpakete in Bosnien
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Würzburg erleben
12. Januar 2015

Symbolbild Würzburg
Johanniter Weihnachtstrucker in Banja Luka
Etwa 3600 Lebensmittelpakete der Johanniter Weihnachtstrucker werden derzeit in Banja Luka (Bosnien und Herzegowina) verteilt. Darin sind laut einer Pressemitteilung von Pax Christi Grundnahrungsmittel wie Mehl, Zucker, Reis, Nudeln, Öl, Vitamintabletten und Hygieneartikel enthalten.
Zahlreiche Menschen hungern
Seit 1995 unterhält Pax Christi Würzburg gemeinsam mit Pax Christi Bamberg und Eichstätt eine Patenschaft für das Friedens-Projekt Mirna Luka in Banja Luka, einer Stadt mit rund 220.000 Einwohnern. Etwa zwei Drittel der Bevölkerung wurde im Zuge der Jugoslawien-Kriege dorthin vertrieben, 60 Prozent hat überhaupt kein Einkommen, etwa 20 Prozent arbeiten im Niedriglohnsektor. Vor allem im Winter hungern zahlreiche Menschen.
4000 Häuser zerstört
Soziale Ungerechtigkeiten erhöhen die Gefahr neuer Konflikte. So fragte Pax Christi Würzburg vor drei Jahren bei der Johanniter-Unfallhilfe an, ob die Weihnachtstrucker neben anderen Zielen in Osteuropa auch Banja Luka anfahren könnten. Noch wichtiger als in den vergangenen Jahren sei die Hilfe in diesem Jahr gewesen, schreibt Pax Christi. Im Sommer und Herbst 2014 ist die Stadt drei Mal von verheerenden Überschwemmungen heimgesucht worden: Im Mai wurden rund 4000 Häuser zerstört oder schwer beschädigt. Bis heute konnten viele Menschen den verlorenen Besitz nicht ersetzen und die Häuser nur notdürftig reparieren.
Zahlreiche Helfer packen Pakete
Die Pakete wurden im Advent von zahlreichen Einzelpersonen, der evangelischen Jugend Würzburg, von Pax Christi Rottendorf sowie von der Belegschaft der Firma Warema (Marktheidenfeld) gepackt. Drei Delegierte von Pax Christi Würzburg, Barbara und Johannes Häußler sowie Gerda Stickler, fuhren dann nach Banja Luka, um die Menschen des Friedensbüros zu besuchen, beim Abladen der Pakete zu helfen und sich vor Ort über die Situation zu informieren.
Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Pressestelle Ordinariat Würzburg.

