Hochhaussanierung von Klage gestoppt
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Würzburg erleben
22. Januar 2015

Symbolbild Würzburg
Eigentümergemeinschaft klagt gegen Hochhaussanierung
Knapp zehn Jahre steht das Denkmal der „Neuen Sachlichkeit“, das 85 Jahre alte Hochhaus in der Augustinerstraße, nun schon leer und daran soll sich in naher Zukunft auch nichts ändern. Grund dafür ist eine Klage gegen die Baugenehmigung der Stadt, eingereicht von der Eigentümergemeinschaft des Odeon-Hauses gegenüber. „Wir wollen keine Immobilien-Verhinderer sein, aber wir wollen auch unsere Rechte wahren“, begründet Rudolf Singer den juristischen Schritt gegenüber der Main-Post.
Investor klagte zuvor gegen Genehmigung der Stadt
Beigetragen zum Nachbarschaftsstreits zwischen den Betreibern der Odeon-Lounge, bestehend aus Rudolf Singer, René Werner und Berthold Krieger und des Hochhausinvestors, die Reichenberger Informica Real Invest AG, haben mehrere Faktoren. Bereits im vergangenen Jahr klagte der Investor gegen die Stadt, weil diese dem Odeon im ersten Geschoss einen zusätzlichen Veranstaltungsraum für Kabarett und Kleinkunst genehmigte. Die Klage wurde mit möglicher Lärmbelästigung künftiger Mieter des Hochhauses gerechtfertigt.
Odeon-Betreiber zeigten Interesse an Kauf
Nun zogen die Nachbarn nach und klagten gegen eine Abstandsflächen-Verletzung durch den geplanten Dachneubau am 33 Meter hohen Hochhaus. Zusätzlich fürchten sie, dass durch die Nutzungsänderung vom ehemaligen Ämterhochhaus in ein Haus mit überwiegend Wohnungen, eine Gefahr für die Odeon-Lounge entsteht. Beobachter werten die gegenseitigen Klagen derweil als Druckmittel, nachdem die beiden Parteien geschäftlich nicht zusammengekommen waren. Während Informica Real Invest-Vorstand Friedrich Schwab das Hochhaus eigentlich nicht selbst sanieren, sondern stattdessen mit rechtskräftiger Baugenehmigung verkaufen will, haben Singer und Werner selbst Interesse an einem Kauf. „Wir waren uns eigentlich einig“, sagen die Odeon-Lounge Betreiber gegenüber der Main-Post, dann habe Schwab den Deal aber platzen lassen.
Mögliche Verhandlung erst in ein paar Monaten
Nun werde erst einmal geprüft, ob die neue Klage zulässig ist. Bis zu einer möglichen Verhandlung könne es allerdings noch „ein paar Monate dauern“, so die Sprecherin des Verwaltungsgerichtes Monika Kolenda gegenüber der Tageszeitung. Es scheint also ausgeschlossen, dass sich in nächster Zeit etwas am eingerüsteten Gebäude tut. Zumal derzeit – abgesehen vom Kontakt ihrer Anwälte – Funkstille zwischen den Nachbarn herrscht.
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