Wohnungsbetrug: Die Maschen der Abzocker

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Würzburg erleben

23. Januar 2015

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

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Wohnungsbetrug im häufiger

Pro Woche werden hunderte Betrugsanzeigen auf den Wohnungsportalen, wie etwa immowelt.de, durch spezielle Suchprogramme aufgespürt und gelöscht. Hört sich erst einmal viel an, doch im Monat werden auf auf immowelt.de auch über 1 Millionen Anzeigen online gestellt. Aus aktuellem Anlass haben wir bei dem Immobilienportal nachgefragt und stellen Euch einige Maschen der Abzocker vor. Auch geben wir Euch Tipps, wie ihr Fake-Annoncen entlarven könnt.

Auch Würzburger betroffen

So hat uns Fan Marc das unten aufgeführte Bild zu einer Annonce zukommen lassen. Bei dieser sollte es sich um eine frisch renovierte 2-Zimmer Wohnung in der Würzburger Reibeltgasse handeln. Die Ausstattung erschien Marc aber viel zu hochwertig, um für den Mietpreis angemessen zu sein. Auf Nachfrage bei dem Anbieter hat uns Mac die unten abgebildete E-Mail erhalten. In dieser hat der angebliche Vermieter die Wohnung noch einmal kurz beschrieben und teilt mit, dass er in Großbritannien lebe und somit die Besichtigung nicht ganz so einfach wäre.

Achtung Vorkassen-Betrug

Diese Masche ist sehr häufig verbreitet. Der Vermieter gibt vor, nicht in Deutschland zu leben, somit auch keinen Besichtigungstermin anbieten zu können. Oftmals verlangen die Anbieter dann eine Anzahlung für die Wohnung oder eine Kaution, dann würden sie den Wohnungsschlüssel den Interessenten zusenden. Das Geld ist weg und der Wohnungsschlüssel nie angekommen. Banken können die Konten oder die Auftraggeber meist nicht mehr zurück ermitteln.

Häufigste Maschen

  • Phishing: Wohnungsanbieter erhalten eine E-Mail in der sie aufgefordert werden, sich bei ihrem Wohnungsportal mit ihren Kontaktdaten einzuloggen. Klickt man dann auf den angegeben Link gelangt man nicht auf das Wohnungsportal sondern seine Daten werden automatisch an Betrüger weitergeleitet. Diese benutzen dann seriöse Wohnungsangebote für den Vorkassen-Betrug.
  • Wohnungslisten: Betrüger kopieren die Wohnungslisten seriöser Makler und verlangen hierfür Geld. Dies ist ein Indiz dafür, dass die Angebote nicht existieren und der Anbieter ein Betrüger ist. Kein seriöser Makler nimmt vorab für eine Auflistung der anzubietenden Wohnungen Geld.
  • Vorschuss bei WG-Zimmern: Betrüger antworten auf Wohnungsgesuche von Studenten die ein Zimmer in einer WG suchen. Sie senden den Interessenten Bilder eines möblierten WG-Zimmers zu und verlangen einen Vorschuss als Kaution. Diesen begründen sie damit, dass sie sich im Ausland befinden würden und ein Mietverhältnis nur zustanden kommen kann, wenn die Kaution in Höhe von mehreren Monatsmieten vorab überwiesen wird. Die WG-Zimmer gibt es meist nicht, oder die Bilder wurden von anderen Anbietern kopiert.
  • Rabatte bei Vorabmiete: Es wird eine Wohnung mit hochwertigen Bildern und einer einwandfreien Beschreibung angeboten. Der Mietpreis ist meist sehr gering. Der Anbieter möchte eine Vorabmiete, da er entweder die Wohnung zwecks Scheidung schnell vermieten muss oder er wegen dem Beruf ins Ausland gezogen ist. Für die Umstände der Vorabmiete bietet er dann einen Rabatt an. Der Betrag wird auf ein Konto überwiesen, aber der Anbieter meldet sich nicht mehr und das Geld ist verloren.

Weitere Betrugsarten gibt es hier zum nachlesen.

Betrugsanzeigen erkennen und melden

Betrüger geben oftmals nur Handynummern (PrePaid) oder E-Mail Adressen als Kontaktdaten. Auch ein geringer Kauf- bzw. Mietpreis und keine Besichtigungstermine können ein Hinweis auf eine Betrugsanzeige sein. Sollte man auf eine dieser Anzeigen stoßen, am besten gleich dem zuständigen Portal melden. Dieses entscheidet dann, ob das Angebot seriös ist oder ein Betrüger dahinter steckt.

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