„Herrchen“ mit Haftbefehl

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Würzburg erleben

26. Januar 2015

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

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Im Verdacht seinen Hund zu schlagen

WÜRZBURG. Weil er zunächst im Verdacht stand, seinen Hund zu schlagen, kontrollierten Bundespolizisten am Samstagabend einen 25-Jährigen am Würzburger Hauptbahnhof. Bei der Überprüfung seiner Personalien stellten die Beamten fest, dass ihn die Staatsanwaltschaft Berlin per Haftbefehl suchte.

Bürgerhinweis nachgegangen

Gegen 20:30 Uhr erhielt die Bundespolizeiinspektion Würzburg den Hinweis, dass ein Mann am Bahnhofsvorplatz seinen Hund schlagen würde. Eine Streife mit einer Diensthundeführerin ging dem Bürgerhinweis nach.

Die Beamten konnten zwar keine tierschutzrechtlichen Verstöße feststellen, stießen jedoch bei der Überprüfung der Personalien des 25-Jährigen auf einen Haftbefehl, den die Staatsanwaltschaft Berlin gegen ihn erlassen hatte. Der Gesuchte war wegen Verstößen gegen das Versammlungsgesetz zur Zahlung einer Geldstrafe in Höhe von 550 Euro mit einer ersatzweisen Freiheitsstrafe von 47 Tagen verurteilt worden.

Während der Mann aus dem Landkreis Main-Spessart nach seiner Festnahme versuchte, das Geld aufzutreiben, wurde sein Hund in der Obhut der Diensthundeführerin mit Wasser und Futter versorgt. Eine Stunde nach der Festnahme zahlte ein Familienmitglied des 25-Jährigen die Geldstrafe, sodass Herrchen und Hund die Dienststelle gegen 22 Uhr wieder verlassen durften.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Bundespolizeiinspektion Würzburg.
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