s.Oliver Baskets müssen mal wieder für den Sieg in die Overtime
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Würzburg erleben
31. Januar 2015

Symbolbild Würzburg
Mission: Revanche für Niederlage
Zwei Niederlagen mussten den s.Oliver Baskets in der bisherigen Saison hinnehmen, eine davon beim Auswärtsspiel mit drei Punkten gegen die Rockets aus Gotha. Damit war klar, dass am heutigen Abend eine Revanche der Würzburger anstehen sollte. Mit dem gegnerischen Felix Hoffmann kehrte auch ein alter Bekannter nach Würzburger zurück. Die Nummer 11 der Rockets spielte vergangene Saison noch beim Farmteam der Baskets und schaffte mit Max Ugrai und Consti Ebert Aufstieg in die ProB.
In roten Trikots ohne Wurfglück
Ungewohnter Weise spielten die Baskets heute zuhause in rot. Die Gäste hatten nämlich ihren einzigen blauen Trikotsatz für Auswärtsspiele zu heiß gewaschen und mussten daher in weiß antreten. Ein schlechtes Omen? Zumindest taten sich die Würzburger nach dem Führungswechsel in der 3. Minute schwer, sich wieder heran zu kämpfen. In der 8. Minute lag man mit bereits mit 13:18 zurück. Ohne die sieben Punkte von Fenn und vier von Spoden hätte man von klassischen Fehlstart sprechen müssen. 17:25, so lautete der Spielstand als es in die zweiminütige Viertelpause ging.
9-Punkte Rückstand zur Halbzeit
Das Spiel war zu Beginn des zweiten Viertels von vielen Fehlwürfen auf beiden Seiten geprägt. Nach fünf Minuten stand es gerade mal 19:28. 27 % Trefferquote und noch kein einziger Dreier fand bis dahin auf Seiten der Würzburger sein Ziel. Die Gegner hingegen waren mit 43 % zwar nicht überragend, aber dann doch deutlich besser. Gotha nutzte vor allem die selbst für den Zuschauer auffälligen Lücken in der Würzburger Verteidigung, weswegen sich die Baskets mit einem Spielstand von 29:38 zur Halbzeit in die Kabine verschieden mussten.
Baskets weiter hinten
Dass sich die Baskets für die zweite Halbzeit mehr vorgenommen haben, merkte man zwar ansatzweise, aber die Wurfauswahl ließ teilweise doch sehr wünschen übrig. Hatte man in der ersten Halbzeit eine schlechte Wurfausbeute und Lücken in der Verteidigung kamen jetzt auch noch unnötige Ballverluste hinzu. Fünf Minuten waren bereits wieder gespielt und der Rückstand betrug immer noch 9 Punkte. Dann versuchte Spoden ein wenig aufzudrehen: erst Punkte durch einen Dreier, dann einen zweier Zweier, dann ein Fehlwurf. Doch jedes Mal wenn ein Ansatz von Aufholjagd zu spüren war, hatten die Thüringer die passende Antwort. Kurz vor der Pause war man nach einem unsportlichen Foul von Harris erstmals wieder auf 5 Punkte herangekommen und wurde postwendend mit einem Buzzerbeater zum 50:57 zur Bank geschickt.
Würzburg kommt ran
Von der Hoffnung, dass das Wurfglück zurückkommen würde, konnte man sich bereits in den ersten Minuten verabschieden. Heute waren es nicht Fenns Punkte und Dreier, auf die sich die Würzburger verlassen hätte können. Einzig Medlock und Spoden ließen hoffen, dass man bis dahin als schlechtere Mannschaft noch das Blatt wenden könnte. Und so kam es tatsächlich. Knapp vier Minuten vor Schluss hatte man sich auf 62:64 herangekämpft. Gotha gab sich aber weder von dieser noch von der Tatsache beeindruckt, dass die Fans die ausverkaufte s.Oliver Arena in den letzten Minuten zur absoluten Stimmungshölle verwandelten. Immer die passende Antwort parat behielten sie aber die Führung.
Wahnsinnige letzte Minute
Entscheiden sollte schließlich die letzte Spielminute beim Spielstand von 67:69: „Einwurf für die Baskets, Wurf von Dunbar, daneben. Es folgte ein schnelles Foul, zwei Freiwürfe für Gotha, von denen sie nur einen verwandelten: 67:70. Spoden für Drei und ein schnelles Foul. Hoffnung flackerte auf, auch weil Gotha wieder einen Freiwurf vergibt. Und dann passierte etwas unfassbares: „Medlock trifft, Mallet stealt den Ball sofort nach Einwurf von Gotha, geht zum Korb und wird gefoult, and one… Würzburg führt auf einmal mit 74:73 – doch den Freiwurf vergibt Mallet und prompt auf der Gegenseite wird Guyton beim Wurf gefoult, der Ball geht auch noch rein und er verwandelt sicher den Zusatzfreiwurf: 74:76. Jetzt greift sich Medlock den Ball dribbelt über’s Feld und „floatet“ den Ball zum Buzzer Beater Richtung Korb. Overtime.
Mal wieder Overtime
Die Baskets durften diese Saison ja bereits zwei Mal Erfahrungen in einer Verlängerung und stets mit einem positiven Ausgang für sich sammeln. Zumindest beflügelte dieser Umstand die ersten Angriffe, als hätte man die ganze Zeit das Spiel unter Kontrolle und den Sieg vor Augen gehabt. Doch auch Gotha besann sich auf die Tatsache zurück, dass sie eigentlich bisher die bessere Mannschaft waren. Einer der da gehörig etwas dagegen hatte war der heute überragende Medlock, der nun stets dafür sorgte, die Thüringer auf Abstand zu halten. Zwei Fehlwürfe Gothas an der Freiwurflinie und Dourisseau Dreipunktespiel nach Foul zum 88:83 brachte einen bitter erkämpften Sieg in greifbare Nähe. Nun musste Gotha taktische Fouls begehen, um die Uhr zu stoppen. Würzburg traf zwar nur jeden zweiten Freiwurf, aber dann doch ausreichend oft, um dieses schwierige Spiel mit 91:85 zu gewinnen.
Würzburgs Beste
Zu den besten Würzburger Spielern gehörten Medlock (28 Punkte, 8 Assists) und Spielerkollege Fenn (15, 5 Rebounds). Spoden zählte zum Schluss 15 Punkte auf dem Spielbogen.
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