Cannabis für Schmerzpatienten: Kurswechsel in der Politik?

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Würzburg erleben

3. Februar 2015

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

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Generelle Erleichterung

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung kündigt an, dass die Therapie für schwer kranke Schmerzpatienten mit Cannabis generell erleichtert werden soll. Und die Krankenkassen sollen zahlen.

Bundesdrogenbeauftragte Marlene Mortler: „Mein Ziel ist, dass in Zukunft mehr Menschen als bisher Cannabis als Medizin bekommen können“, sagt die CSU-Politikerin gegenüber N24 /Die Welt.  „Das Gesetz solle noch dieses Jahr durch den Bundestag gebracht werden, damit es ab 2016 greift.“

Cannabis zur Schmerzlinderung

Aufgrund der geltenden Gesetzeslage können chronisch kranke Schmerzpatienten, die Cannabis zur Schmerzlinderung brauchen, durchaus leicht in Konflikt mit Ordnungshütern geraten. Der Anbau und der Besitz ist in Deutschland nicht erlaubt. Bauen sich Patienten für den Eigenbedarf Cannabis-Planzen an, droht ihnen fast immer ein Ermittlungsverfahren.

Derzeit sind Cannabis-Präparate in den Apotheken sehr teuer und deren Erhalt an hohe Hürden geknüpft. Die Kosten werden in der Regel nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. „Die Politik muss hier schnell Klarheit schaffen“, sagte Mortler.

Cannabis ist die am häufigsten konsumierte illegale Droge in Deutschland, kann aber durch die Hauptwirkstoffe Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD) eine krampflösende und schmerzlindernde Wirkung erzielen.

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