„Eliteschule des Sports“ am Hubland?
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Würzburg erleben
4. Februar 2015

Symbolbild Würzburg
Neubau am Gelände der Sportuniversität
Im neuen Stadtteil „Hubland“ könnte nach den Vorstellungen von Dr. Wolfgang Faust die bayernweit fünfte „Eliteschule des Sports“ entstehen. „Das Gelände der Sportuniversität ist ideal für einen entsprechenden Neubau“, so der Vorsitzende der DJK Würzburg. In den Neubau könne eines der sieben staatlichen Gymnasien in Würzburg umziehen, zum Beispiel das Röntgen oder das Deutschhaus.
Zu den möglichen Vorteilen des Standortes zählt der DJK-Chef unter anderem die gemeinsame Nutzung der Außensportanlagen der Sportuniversität sowie deren längst geplante Schwimmhalle. „Das neue Gymnasium am Hubland würde im Sprengel des neuen Stadtteils liegen“, so Faust weiter. Für den ehemaligen Gymnasiallehrer ist zudem vorstellbar, dass die neue „Eliteschule des Sports“ beim Lehrplan konzeptionell mit nahegelegenen Instituten und Einrichtungen der Julius-Maximilians-Universität und der Hochschule für angewandte Wissenschaften kooperiert.
43 Eliteschulen des Sports in Deutschlands: Schulische und sportliche Ausbildung
Den Status einer „Eliteschule des Sports“ vergibt der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) auf Antrag. Künftigen Spitzenathleten soll darin sowohl eine schulische Bildung als auch eine sportliche Ausbildung ermöglicht werden. Dazu sind Unterricht und Training eng aufeinander abgestimmt. Finanzieller Hauptförderer der derzeit 43 Eliteschulen des Sports in Deutschland ist die Sparkassen Finanzgruppe. „Die ‚Eliteschule des Sports‘ am Hubland passt ins Nachwuchsleistungssportkonzept des Bayerischen Landessportverbandes (BLSV) und könnte bei rechtzeitiger Planung gemeinsam mit dem neuen Stadtteil entstehen“, sagt Faust. Nun sei die Politik gefragt, den Vorschlag zeitnah zu behandeln, am besten an einem „Runden Tisch“ der Interessierten.
Bis Dato großes Interesse
Der Vorschlag wurde bereits unterbreitet u.a. den unterfränkischen Landtagsabgeordneten, den Fraktionen/Gruppierungen des Würzburger Stadtrats, den bayerischen Staatsministern und Staatssekretären des Kultusministeriums, dem Oberbürgermeister der Stadt Würzburg, dem Schul-, Sport- und Kulturreferenten der Stadt, dem Regierungspräsidenten sowie dem Bezirkstagspräsidenten von Unterfranken, dem Präsidenten und dem Kanzler der Universität Würzburg sowie dem Inhaber des Lehrstuhls für „Sportwissenschaft“, den Würzburger Sportvereinen über den Präsidenten des VWS; der Vorschlag/Antrag ist auf viel Interesse und Sympathie gestoßen.
Antrag für die fünfte „Eliteschule des Sports“
Erhielte Würzburg die fünfte „Eliteschule des Sports“ in Bayern, bedeutete das eine erhebliche Aufwertung von Region und Stadt.
Es möge der Antrag an die Bayerische Staatsregierung gestellt werden,
1. dass von den sieben Würzburger staatlichen Gymnasien (naheliegend wären das Röntgen Gymnasium, das Deutschhaus Gymnasium) eines in den neuen Stadtteil „Hubland“ umgesiedelt wird mit der Option, auch eine Realschule anzugliedern, und zwar
1.1 als fünfte (5.) „Eliteschule des Sports“ mit Seminar und Internat u.a. mit besonderen Einrichtungen für hochtalentierte immigrierte Sportlerinnen/Sportler und damit als zweite in Franken, neben zweien in Oberbayern und einer in Schwaben;
2. dass der Neubau idealer Weise in direkter Nachbarschaft zur Sportuniversität auf deren Gelände entsteht,
2.1 wodurch eine geradezu perfekte Kooperation von Gymnasium und Universität geschaffen wird und
2.2 viele Synergieeffekte entstehen, z.B. gemeinsame Nutzung der Außensportanlagen der Sportuniversität sowie deren längst geplante Schwimmhalle;
3. dass in die Lehrpläne der künftigen Würzburger „Eliteschule des Sports“ ferner eine enge Kooperation des Gymnasiums (mit Realschule?) mit den Fakultäten für Biologie, Chemie, Mathematik und Informatik sowie Physik und Astronomie der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (alle am Hubland) und möglicherweise auch mit der benachbarten Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg einbezogen wird,
Begründung:
1. „Im Mittelpunkt der Nachwuchsleistungssportförderung steht die Verbesserung des Trainings. Hochqualifizierte Trainer und leistungsstarke Trainingsgruppen sind dabei wesentlich. Deshalb hat sich der bayerische Sport in seinem gemeinsamen, vom Landessportverband parteiübergreifend einvernehmlich verabschiedeten Nachwuchsleistungssportkonzept für die Konzentration an Eliteschulen des Sports und damit gegen eine Dezentralisierung ausgesprochen.“ Kein Standort in Bayern erscheint derzeit besser geeignet für die Verwirklichung dieser und weiterer Ziele als der unter 1. genannte Standort.
2. Die derzeitige Planung des neuen Stadtteils „Hubland“ erfordert sofortiges Handeln bei der Umsetzung des beantragten Antrags.
3. Die Gebäude des Röntgen Gymnasiums im Stadtteil Sanderau könnten nach dessen Umzug von Hochschule und Universität – beide in direkter Nachbarschaft – genutzt werden.

