Berufswettbewerb der angehenden Winzer – Bezirksentscheid an der LWG

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Würzburg erleben

13. Februar 2015

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

Servietten falten und Steckdosen schrauben

Die Aufgaben sind nicht ohne: Im holzgetäfelten Tagungsraum der Kellerei der LWG glänzt ein wunderbar gedeckter Tisch für vier, alles sieht perfekt aus. Ist es aber nicht. Bei der simulierten Jungweinprobe mit kleinen Speisen hat die Jury kleine und große Fehler eingebaut. Mehr als fünf Minuten Zeit hat der Auszubildende nicht, um möglichst viele der versteckten Unstimmigkeiten zu entdecken. Da ist noch etwas Lippenstift am Glas, oder eine Gabel ist nicht ganz gerade ausgerichtet. Das Ausgießgefäß fehlt außerdem. Wer am Ende die volle Punktzahl erreichen will, muss genau hingucken.

Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau

Geschenkt wurde den Teilnehmer am Berufswettbewerb der deutschen Landjugend nichts. An einem grauen Februartag kamen 57 Auszubildende des Weinbaus aus ganz Franken an die Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau, um die Besten aus ihren Reihen zu bestimmen, die dann im März am Landeswettbewerb teilnehmen. Aufgaben aus Theorie und Praxis waren zu bestehen. So mussten die Auszubildenden in einem schnell vorbereiteten Vortrag für den Winzerberuf werben, nur um eine Viertelstunde später – wieder unter Zeitdruck – eine siebenpolige Steckdose mit vorgegebener Belegung zusammenzuschrauben.

Preisvergabe durch den Präsidenten des Bauernverbands Unterfranken

„Der Wettbewerb ist eine gute Gelegenheit zu zeigen, was man in den vergangenen Jahren alles gelernt hat, sagt Erwin Hemm, der den alle zwei Jahre stattfindenden Wettbewerb für die Auszubildenden des Weinbaus zusammen mit Thomas Zehnter vom Bayerischen Bauernverband an der LWG organisiert. „Meist nehmen die angehenden Winzer oder Weinküfer im zweiten oder dritten Ausbildungsjahr Lehrjahr teil, es gibt aber auch immer wieder Mutige, die sich schon im ersten Jahr trauen“, so Hemm. Am Ende eines anstrengenden Tages durften die Besten dann ihre Preise von Bernhard Weiler, dem Präsidenten des Bauernverbands Unterfranken entgegennehmen.

Landesentscheid am 18. März in Sommerach

Die ersten zwölf kommen weiter zum Landesentscheid, der am 18. März in Sommerach abgehalten wird. Von dort aus geht es dann für die beiden Erstplatzierten zum Bundesentscheid nach Rheinhessen. Und dann möglicherweise wieder zurück an die LWG. Stefanie Fröhlich war 2013 die zweite Bundessiegerin. Nun arbeitet sie als Winzerin im Versuchskeller und Weinbauversuchsbetrieb der Landesanstalt.

Über die LWG

Die Bayerische Landesanstalt für Wein und Gartenbau (LWG) ist eine landwirtschaftliche Ausbildungs-, Forschungs- und Informationsstelle. Hauptsitz ist in Veitshöchheim in Unterfranken. Die LWG ist eine Landesbehörde im Geschäftsbereich des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Sie ist eine dem Staatsministerium unmittelbar nachgeordnete Behörde. Die rund 300 Mitarbeiter zählende Einrichtung ist in Bayern zuständig für angewandte Forschungsprojekte im Bereich Bienenwirtschaft, Gartenbau, Landespflege und Weinbau und in diesem Zusammenhang an internationalen Forschungsprojekten beteiligt und koordinierend tätig.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Bayer. Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau. 

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