57. Veitshöchheimer Weinbautage

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Würzburg erleben

20. Februar 2015

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

4.und 5. März 2015

Nach drei Jahren Exil kehren die Veitshöchheimer Weinbautage wieder in die renovierten Mainfrankensäle und damit an ihren Ursprung zurück. Gefeiert wird das mit einer umfangreichen Technikausstellung und starken Inhalten in drei Themenschwerpunkten. Mehr als 600 Winzerinnen und Winzer erwarten die LWG und ihre Partner, der Fränkische Weinbauverband, die Fachberatung Oenologie und Kellertechnik des Bezirks Unterfranken sowie der Weinbauring Franken e.V.

Kritisch Bewertung der fränkischen Weinwirtschaft

Am 4. März wird zunächst die Fränkische Weinwirtschaft einer kritischen Bewertung unterzogen. Neben dem Strukturwandel, der Markt- und Preisentwicklung wird vor allem eines diskutiert werden: Was bedeutet der Wegfall des Anbaustopps im Jahr 2016 für die Pflanzrechte? „Für Kontroversen ist gesorgt“, sagt dazu Dr. Hermann Kolesch, Präsident der der LWG. Nicht zuletzt wegen der neuen Herausforderungen müsse die Fränkische Weinwirtschaft offensiv in die Zukunft gehen. „Ich erwarte eine neue Welle für den Frankenwein, durch junge, mutige und vor allem kreative Winzerinnen und Winzer!“

„Neue Plage“ des Weinbaus: Kirschessigfliege

Der Blick zurück auf die Lese 2014 rückt ein winziges Insekt mit großer Wirkung in den Mittelpunkt: die Kirschessigfliege. Manche Stimmen sprechen schon von einer „neuen Plage“ des Weinbaus. Große Teile des europäischen Weinbaus in Norditalien, Österreich und Süddeutschland aber auch im Bordeaux wurden massiv geschädigt. Die Lebensweise des Schädlings ist äußerst komplex, seine Bekämpfung kurz vor der Ernte bei weitem noch nicht sicher. Daher wird sich der Nachmittag des ersten Tages fast nur um diese neue Bedrohung drehen. Ein Experte aus Südtirol, dort ist der Schädling bereits 2011 aufgetreten, wird von den gemachten Erfahrungen berichten.

Oenologie und Kellertechnik

Am zweiten Tag bestimmen Oenologie und Kellertechnik traditionellerweise die Weinbautage. Nach einem Vortrag zum Potential von Fruchtaromen und deren Wirkungen auf den Menschen widmet sich der fachliche Schwerpunkt ausschließlich der Rebsorte Silvaner und deren Weinen. „Das ist zum einen natürlich eine Auswirkung des Klimawandels, dass diese Rebsorte für Franken so bedeutend geworden ist, es hat aber auch damit zu tun, dass die fränkischen Winzer das Thema Qualität ganz anders angehen“, so Kolesch. Vom einfachen frischen Zech- und Schoppenwein über den großen trockenen Wein bis zum kultigen maischevergorenen Orangewein reiche mittlerweile die Bandbreite des Silvaners. Und Kolesch ist sich sicher: „Da ist sicher noch mehr drin“. Die Experten des Versuchskellers der LWG haben umfangreiche Erfahrungen mit verschiedensten Silvanerweinen gesammelt und geben diese weiter.

Schulungen im Pflanzenschutz am 6. März

Ein zusätzlicher Hinweis für alle Winzerinnen und Winzer: Am Freitag den 6. März finden ebenfalls in den Mainfrankensälen Veitshöchheim Schulungen des Fränkischen Weinbauverbandes und des Weinbaurings Franken e.V. zum Sachkundenachweis im Pflanzenschutz statt. Die Anmeldung ist noch bis zum 27. Februar möglich. Mehr zum Programm der Veitshöchheimer Weinbautage hier.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau Veitshöchheim.

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