ADFC-Studie 2014 zur Fahrradfreundlichkeit

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Würzburg erleben

20. Februar 2015

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

Maßnahmenbündel führt noch nicht zu größerer Zufriedenheit

Den nun veröffentlichten ADFC-Fahrradklima-Test 2014 wird die Stadt Würzburg genau auswerten und alle wichtigen Erkenntnisse aus den 27 Einzelfragen in die weitere Arbeit einfließen lassen. Für den 3. März sei ohnehin eine Bürgerinformationsveranstaltung zum neuen Radverkehrskonzept im Matthias-Ehrenfried-Haus geplant.

Als erste Reaktion könne man festhalten, dass die Befragung aus Würzburger Sicht nicht zufriedenstellend ausfällt. Würzburg hat zwar bundesweit die rote Laterne abgegeben, erhält aber weiterhin fast nur unterdurchschnittliche Bewertungen. Die Anstrengungen der Kommunalpolitik und Verwaltung seit der letzten Erhebung 2012 seien, laut der Stadt Würzburg, offensichtlich noch nicht beim Bürger angekommen oder gehen – zumindest den Teilnehmern an der Studie – noch nicht weit genug.

Anstrengungen müssen intensiviert werden

Zahlreiche Initiativen zur Verbesserung der Fahrradfreundlichkeit Würzburgs seien über mehrere Jahre angelegt und auf dem Weg. Zu nennen wären, laut der Stadt, beispielsweise die Ertüchtigung von Haupttrassen, neue Fahrradgaragen, Etablierung eines Verleihradsystems oder jüngst die Aufnahme in die AG Fahrradfreundliche Kommunen. Dass Würzburg mit diesem Maßnahmenbündel bei der Befragung noch nicht punkten konnte, zeigt die Anstrengungen müssen noch intensiviert werden.

Unberücksichtigt bleiben bei der Methodik dieses Städtevergleichs die Topographie Würzburgs sowie die Siedlungstypologie. Bedingt durch Straßenzüge, die nach 1945 historisch orientiert in einem Talkessel wiederaufgebaut wurden, sind die Straßenbreiten geringer als in autogerecht gebauten Städten. Mithin lassen sich in Würzburg Fahrradwege schwieriger einrichten, als in vielen Vergleichsstädten.

Ansprüche in Sachen Fahrradfreundlichkeit hoch

Stellt man die mittleren Großstädte gegenüber, fällt auf, dass diese in der Bewertung alle recht eng beieinander liegen und gute Schulnoten nur selten vergeben werden. Die Ansprüche in Sachen Fahrradfreundlichkeit sind bei den Befragten offensichtlich hoch. In Würzburg zeigt sich dies beispielsweise daran, dass trotz enormer Mittelverstärkungen in den letzten Haushaltsjahren für den Fahrradverkehr, bei der Frage nach der „Fahrradförderung in jüngster Zeit“ die Note mit 4,6 sogar noch schlechter ausfällt, als die Gesamtnote von 4,4. Die deutlich gestiegene Teilnehmerzahl bei der ADFC-Studie 2014 in Würzburg ist für die Stadt ein weiterer Beleg dafür, welch hoher Stellenwert dem Thema Fahrradfreundlichkeit heute zukommt.

Weitere Infos zur ADFC-Studie und die Auswertung findet Ihr hier. 

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Stadt Würzburg. 

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