Sechs Bewerberinnen auf großer Fahrt durch Churfranken

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Würzburg erleben

20. Februar 2015

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

Königinnen-Wahl wirft ihre Schatten voraus

In vier Wochen ist es wieder soweit, dann blickt die fränkische Weinwelt nach Erlenbach am Main, wo am 20. März 2015 in der Frankenhalle die 60. Fränkische Weinkönigin gewählt und gekrönt wird. Aktuell laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren und die sechs Bewerberinnen schließen bei Seminaren und Infoveranstaltungen die letzten Wissenslücken, um für den großen Tag bestens gewappnet zu sein.

Mit dabei: Amtierende Weinkönigin Christin Ungemach

Nach einer kürzlichen Schulung in der Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau, gingen nun Laura- Sofie Dauenhauer (22) aus Dettelbach, Sarah Fröhlich (21) aus Escherndorf, Lena Kram (24) aus Sommerach, Kristin Langmann (22) aus Uffenheim, Katharina Scheufens (19) aus Wiesenbronn und Barbara Wohlfart (23) aus Würzburg auf große Fahrt, um Weinfranken, seine Weinlagen und Weingüter noch besser kennen zu lernen. Mit dabei war auch die amtierende Fränkische Weinkönigin Christin Ungemach, die mit einem lachenden und einem weinenden Auge dem Wahltag entgegen- sieht.

1. Station: Das Würzburger Juliusspital

Den Auftakt der diesjährigen Bewerberinnentour bildete das zweitälteste Weingut Deutschlands – das Würzburger Juliusspital. Dort wurden die weinbegeisterten jungen Frauen von Theresa Schmid herzlich willkommen geheißen und bei einem Rundgang durch das Spital umfassen informiert. So erfuhren die Bewerberinnen, dass das Weingut, dessen Weinkeller aktuell ziemlich leer getrunken sind, über 177 Hektar Rebfläche verfügt und alljährlich rund 1,3 Millionen Flaschen Wein füllt.

Steinerne Stiftungsurkunde aus dem Jahre 1576

Über die sozialen Aufgaben des Juliusspitals erfuhren die Kandidatinnen durch die steinerne Stiftungsurkunde aus dem Jahre 1576 von Fürstbischof Julius Echter. Damals wie heute kümmert sich die Stiftung, die heute über ein modernes Krankenhaus und ein Palliativ- und Hospizzentrum verfügt, um kranke und alte Menschen. Unterhalten werden die zahlreichen Einrichtungen der Stiftungen ne- ben den Erlösen aus dem Weinbau durch die Einnahmen aus rund 1000 Hektar landwirtschaftlichen und etwa 3000 Hektar forstwirtschaftlichen Flächen. Abgerundet wurde der Besuch durch die Verkos- tung edler Weine im Barriquefass-Keller.

2. Station: Die Frankenhalle in Erlenbach am Main

Anschließend fuhren die Weinköniginnen in spe nach Erlenbach am Main, dem Ort des Geschehens, wo sie am 20. März nach der Krone von Christin Ungemach greifen wollen. Begrüßt wurden die jun- gen Frauen dort von Stadtrat Helmut Monert. In launigen Worten informierte er über die Ortsgeschich- te und berichtete augenzwinkernd, dass Erlenbach um das Jahr 1183 von Kaiser Friedrich Barbarossa die „Marktgerechtigkeit“ aus Dankbarkeit für ein vereiteltes Attentat auf seine Person verliehen wurde. Nach einem kurzen Blick auf und hinter die Bühne ging es weiter nach Klingenberg.

3. Station: Das Weingut Stadt Klingenberg

Dort stand nach einer kurzen Mittagspause der Besuch des Weinguts Stadt Klingenberg im Herzen „Churfrankens“ auf dem Programm. 1912 gegründet und bis 2011 unter städtischer Verwaltung be- wirtschaften seit dieser Zeit Benedikt Baltes und seine Partnerin und ehemalige Deutsche Weinkönigin Julia Bertram das rund 14 Hektar Rebfläche umfassende Weingut. Werden aktuell in den Terrassen- lagen, wie z.B. dem Schlossberg, rund 70 Prozent Spätburgunder angebaut, so sollen dies langfristig 100 Prozent werden. „Wir kämpfen dafür, das der fränkischen Burgunder so bekannt wird wie der Silvaner, betonen Julia und Benedikt, die die Authentizität ihrer Weine leben und denen man die Lei- denschaft für ihre Weine in allem Handeln anmerkt. Im Mittelpunkt der Arbeit des jungen Winzerpaa- res steht die Qualität. „Wir beschränken uns im Keller ausschließlich auf den Erhalt der im Weinberg entstandenen Qualität und optimale Reifebedingungen für unsere Weine“, bringt es Benedikt Baltes auf den Punkt.

4. Station: Das Weingut Rudolf Fürst

Abgerundet wurde die Bewerberinnentour 2015 durch einen Besuch im Weingut Rudolf Fürst – einem weiteren großen Namen, wenn es um Spätburgunder, Riesling und andere große Gewächse geht. Mitten in der Lage Bürgstadter Centgraf gelegen bewirtschaftet Paul Fürst mit Ehefrau Monika und Sohn Sebastian das 20 Hektar große Weingut, wovon rund 12 Hektar Rebfläche auf den Spätburgun- der entfällt. Auch er setzt auf naturgemäße Bewirtschaftung, reduzierten Ertrag, aufwendige Laubar- beiten, gestaffelte und selektive Traubenlese und einen schonenden Ausbau, wenn es um die Qualität seiner Weine geht. Nach einer kurzen Visite im Kelterhaus und im Keller bittet Paul Fürst die Bewer- berinnen zur Verkostung diverser edler Weine in seine Vinothek. Auf die Frage, woran man einen guten Spätburgunder erkenne, betonte Fürst: „Wenn man in einen Spätburgunder hinein riecht, dann muss er glücklich machen!“

Die Wahl der Fränkischen Weinkönigin wird auch in diesem Jahr wieder vom Bayerischen Rundfunk per Livestream im Internet übertragen.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der FRANKENWEIN-FRANKENLAND GmbH. 

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