Kino-Review: 50 Shades of Grey

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Würzburg erleben

23. Februar 2015

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

Ein Gastbeitrag von Lilly

Christian Grey – ohne Eleganz…

Als Fan der Bücher erhoffte ich mir einen tollen Film, in dem vor allem das „Knistern“ und die so oft beschriebene Eleganz des Grey einen in den Bann zieht. Jamie Dornan als Christian Grey, meiner Meinung nach der wohl unpassendste Schauspieler den Hollywood hergegeben hat, zeigt weder Anmut noch Eleganz. Hier geht meinerseits auch Kritik an den Regisseur, denn Dornan zeigt sich oft nur in Freizeitkleidung, steckt die Hände in die Jackentasche der Sweatshirt-Jacke und verhält sich in den jeweiligen Situationen auch selten gut situiert.

Er ist seiner Ana gegenüber im Film nicht zuvorkommend, noch trägt er sie auf Händen, wie im Buch dargestellt. In der deutschen Vertonung muss auch ein Missgeschick passiert sein – so nennt Christian seine Angebetete doch einmal mit dem Namen ihrer besten Freundin. 
Ana (Dakota Johnson), die im Buch Anfang 20 ist, wirkt einiges älter und bereitet so das ein oder andere Problem mit dem Verständnis, genauso wie die beste Freundin Kate von der wir anfangs dachten, die Schauspielerin könnte die Mutter sein.

Viel Platz für die eigene Fantasie

Die Kulisse ist zeitweise fragwürdig. Da spielt der wohlsituierte Geschäftsmann im Penthouse Klavier, im Hintergrund die Skyline Seattles, es Flackern aber keine Lichter und die Autos fahren auch nicht. Anas Haare bewegen sich bei den Loopings, die Christian mit dem Segelflieger fliegt, genauso wenig. 
Es kommen alle Schlüsselszenen aus dem ersten Buch in dem Film vor, allerdings auch nicht mehr. Es sind viele aneinandergereihte, aus dem Zusammenhang gerissene Szenen, die nicht durch Gefühl bestechen. Allgemein kam nicht viel Gefühl rüber, außer meinerseits – ich war hin- und hergerissen zwischen Lachen und Fremdschämen. Schämen mussten wir uns allerdings nicht für intime Szenen, mehr wie Brüste gibt es nicht zu sehen, oder wenn man nett sein will: Es gibt viel Platz für die eigene Fantasie.

Anmerkung der Redaktion

Gastbeiträge geben nicht automatisch die Meinung der Redaktion wieder. Sie sollen zur Debatte anregen oder sogar anstacheln – so wie auch jeder gute Kommentar auf Facebook. Wir geben deshalb allen unseren Lesern die Chance, ihre Meinung bei uns zu veröffentlichen und diese diskutieren zu lassen. Wir freuen uns über Gastbeiträge zu allen Themen an: redaktion@wuerzburgerleben.de.

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