Arbeitsmarkt Februar 2015

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Würzburg erleben

26. Februar 2015

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

Entwicklung ohne große Überraschungen

Die Arbeitslosenzahlen waren im Februar wieder rückläufig, nachdem sie im Januar noch deutlich angestiegen waren. Im Agenturbezirk Würzburg waren am Stichtag 9.420 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das waren 170 weniger als im Januar und 870 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote verringerte sich um 0,1 Prozentpunkte auf 3,3 Prozent und lag damit um 0,3 Prozentpunkte unter dem Wert des Vorjahres.

Viele Faktoren

Im Berichtsmonat wurden zwar durch die winterliche Witterung noch immer einige Branchen ausgebremst, jedoch scheinen die konjunkturelle Großwetterlage und die regionalen Rahmenbedingungen zu stimmen. Der niedrige Ölpreis, der schwache Euro und die hohe Konsumneigung haben die heimische Wirtschaft „auf Kurs“ gehalten. Besonders deutlich wird dies, wenn man die Zahl der Arbeitslosen mit dem Vorjahr vergleicht: in den zurückliegenden zwölf Monaten war ein beachtlicher Rückgang um 8,4 Prozent zu beobachten.

Optimistisch

Eugen Hain, Leiter der Agentur für Arbeit Würzburg, zur aktuellen Arbeitsmarktentwicklung: „Nachdem der Winter keine übermäßigen Bremsspuren auf dem heimischen Arbeitsmarkt verursacht hat, kehrt wieder der übliche jahreszeitliche Ablauf ein. Mit Einsetzen des Frühlings werden auch die „Außenberufe“ – insb. die Gastronomie und der Fremdenverkehr – wieder für Belebung sorgen. Allerdings bleibt die „geopolitsche Wetterlage“ unverändert fragil. Deshalb müssen wir darauf hoffen, dass uns nicht durch Einflussfaktoren von außen die Suppe versalzen wird. Umso wichtiger ist daher, dass die heimische Wirtschaft gut aufgestellt bleibt und wir alle unsere Hausaufgaben machen. Summa summarum kann man für die kommenden Monate optimistisch sein!“

Jüngere profitieren überdurchschnittlich

Von der stabilen Arbeitsmarktsituation profitierten nahezu alle Personengruppen. Besonderen Rückenwind verspürten insbesondere die Jüngeren und Frauen. Bei den unter 25-Jährigen ist die Arbeitslosigkeit in den zurückliegenden zwölf Monaten um knapp 18 Prozent und bei den Frauen um 13 Prozent gesunken. Der Arbeitslosenbestand der über 55-Jährigen und der der Langzeitarbeitslosen hat sich mit einem Minus von jeweils fast 10 Prozent ebenfalls überdurchschnittlich entwickelt.

Auf und ab

Gegen den Trend ist dagegen die Zahl der ausländischen Arbeitslosen gestiegen. Mit 1.580 Betroffenen wurden knapp sieben Prozent mehr gezählt als vor einem Jahr. Gemessen an allen Arbeitslosen war fast jeder Vierte langzeitarbeitslos (2.280), mehr als jeder Fünfte 55 Jahre und älter (2.090), jeder Sechste besaß nicht die deutsche Staatsangehörigkeit (1.580) und jeder Elfte war unter 25 Jahre alt (860). Den 2.700 Zugängen in Arbeitslosigkeit standen 2.850 Abgänge gegenüber. Nach einer vorherigen Erwerbstätigkeit meldeten sich 1.120 Personen. Das waren 940 weniger als im Januar und etwa so viele wie vor einem Jahr. Eine erneute Erwerbstätigkeit haben 990 Frauen und Männer aufgenommen. 210 mehr als im Januar und 70 mehr als im Februar 2014.

Arbeitskräftenachfrage zieht an

Im Februar wurden den Agenturen für Arbeit und gemeinsamen Einrichtungen 1.350 sozial- versicherungspflichtige Arbeitsstellen neu zur Vermittlung gemeldet. Das waren 600 Stellen bzw. 80 Prozent mehr als im Januar. Auch gegenüber dem Vorjahr hat die Arbeitskräftenachfrage mit 370 bzw. 38 Prozent ebenfalls spürbar angezogen. Während der starke Anstieg gegenüber Januar zu einem Großteil auf saisonalen Ursachen beruht, spiegelt der Anstieg gegenüber Februar 2014 einen zunehmenden Personalbedarf der Unternehmen im Agenturbezirk. Stark nachgefragt waren insbesondere Fachkräfte für Maschinen- und Fahrzeugtechnikberufe, Mechatronik-, Energie- Elektrotechnikberufe, medizinische Gesundheitsberufe, im Verkehr, Lager und Logistik sowie im Verkauf.

Main-Spessart und Würzburg liegen vor

Gegenüber Januar ist die Arbeitslosigkeit in den Landkreisen Würzburg und Kitzingen und dem Stadtgebiet Würzburg gesunken. Lediglich in Main-Spessart war ein geringfügiger Anstieg um zehn Personen zu beobachten. Einheitlich wurden dagegen die Arbeitslosenbestände des Vorjahres deutlich unterschritten. Hier lag Main-Spessart mit einem Rückgang um 11,5 Prozent vorne. Im Landkreis Würzburg betrug dieser 9,7 Prozent, im Landkreis Kitzingen 5,2 Prozent und im Stadtgebiet 7,2 Prozent.

Würzburg an der Spitze

Mit 3.200 Betroffenen wurden die meisten Arbeitslosen in der Stadt Würzburg gezählt. Die Arbeitslosenquote betrug 4,5 Prozent und lag um einen halben Prozentpunkt besser als im Vorjahr. Im Landkreis Kitzingen waren 1.760 Frauen und Männer arbeitslos. Die dazugehörige Quote verringerte sich um 0,3 Prozentpunkte auf 3,5 Prozent. Eine Arbeitslosenquote von 2,7 Prozent teilten sich die Landkreise Würzburg und Main-Spessart. Für Würzburg wurde diese auf der Basis von 2.470 und für Main-Spessart von 1.990 Arbeitslosen ermittelt. Im Jahresvergleich bedeutete dies für Würzburg eine Verbesserung um 0,3 und für Main-Spessart um 0,4 Prozentpunkte.

Entwicklung in den Rechtskreisen

In den Arbeitsagenturen Würzburg, Kitzingen und Lohr waren 5.300 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. In den vier Jobcentern des Agenturbezirks wurden 4.120 arbeitslose erwerbfähige Leistungsberechtigte betreut. Im Vormonatsvergleich waren in der Arbeitslosenversicherung 210 Personen weniger (-3,8 Prozent) und in der Grundsicherung 40 Per- sonen (+1 Prozent) mehr gemeldet. Gegenüber Februar des Vorjahres ist der Arbeitslosen- bestand in der Arbeitslosenversicherung um 580 Arbeitslose (-9,8 Prozent) und in der Grundsicherung um 290 Arbeitslose (-6,6 Prozent) gesunken.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Agentur für Arbeit Würzburg. 

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