Vorläufige Insolvenzverwaltung für Anlagebetrug in Millionenhöhe veranlasst

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27. Februar 2015

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

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Anlagebetrug in Millionenhöhe

Bei einem Großeinsatz von Polizei und Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts des Anlagebetrugs in Millionenhöhe sind im vergangenen Dezember in Bayern und Hessen insgesamt 26 Objekte durchsucht worden. Der Ermittlungsrichter am Amtsgericht Würzburg hatte Haftbefehle gegen alle fünf Beschuldigten erlassen. Die Rechtsanwaltskanzlei Bendel & Partner beantwortet nun Fragen zum Insolvenzverfahren der Deltoton GmbH und CSA Beteiligungsfonds 4 GmbH & Co. KG und CSA Beteiligungsfonds 5 GmbH & Co. KG.

Welche Firmen sind von der vorläufigen Insolvenzverwaltung betroffen?

Die Deltoton GmbH, sowie die CSA Beteiligungsfonds 4 GmbH & Co. KG und die CSA Beteiligungsfonds 5 GmbH & Co. KG (CSA steht für Capital Sachwert Alliance). Gegen die Geschäftsführer, und andere Verantwortliche dieser Firmen, wird wegen des Verdachts des Betrugs und der Veruntreuung ermittelt.

Wer hat die vorläufige Insolvenzverwaltung veranlasst?

Das Amtsgericht Würzburg.

Wer ist zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt worden?

Rechtsanwalt Dr. Markus Schädler von der Bendel Insolvenzverwaltung AG in Würzburg.

Was muss man über die Bendel Insolvenzverwaltung wissen?

Die Bendel Insolvenzverwaltung AG verfügt über 25 Jahre insolvenzspezifische Erfahrung und erzielte in den vergangenen Jahren in Insolvenzverfahren überdurchschnittliche Ergebnisse.

Wie schätzt Herr Dr. Markus Schädler das Verfahren ein?

„Es handelt sich um ein sehr umfangreiches Verfahren, bei dem die Bendel Insolvenzverwaltung AG eng mit den ermittelnden Behörden zusammenarbeiten wird.“

Was ist dabei das Ziel der Bendel Insolvenzverwaltung AG?

„Oberstes Ziel ist es, den Schaden für die Anleger so gering wie möglich zu halten.“

Wie viele Anleger sind nach heutigen Erkenntnissen betroffen?

Nach einer gemeinsamen Erklärung von Staatsanwaltschaft und Polizei sollen etwa 30.000 Anleger geschädigt worden sein.

Welche Ermittlungsbehörden sind in diesem Fall zuständig?

Zum einen eine spezielle Ermittlungsgruppe der Kripo Würzburg, zum anderen die in Würzburg ansässige Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Wirtschaftsstrafsachen.

Worum geht es bei den Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft?

Nach einer gemeinsamen Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Würzburg und des Polizeipräsidiums Unterfranken wird wegen Anlagebetrugs, Untreue und Geldwäsche ermittelt.

Was haben die Ermittlungsbehörden unternommen?

In Bayern und Hessen wurden Ende Dezember 2014 26 Objekte durchsucht. Dabei sei umfangreiches Beweismaterial sichergestellt worden. Gegen fünf Beschuldigte wurde Haftbefehl erlassen, sie befinden sich derzeit in Untersuchungshaft. Die sichergestellten Beweismittel werden derzeit ausgewertet.

Was werfen die Ermittlungsbehörden den Beschuldigten konkret vor?

Die Beschuldigten sollen nach derzeitigem Ermittlungsstand rund 30.000 Kapitalanleger geschädigt haben. Diese Anleger hatten seit Ende der 90er Jahre eine atypische stille Beteiligung an drei, im Landgerichtsbezirk Würzburg ansässigen, Gesellschaften erworben.

Die Beschuldigten sollen eine Vielzahl von Gesellschaften im In- und Ausland gegründet haben, über die das von den Anlegern einbezahlte Geld hin und her geschoben wurde, bis es – entgegen dem ursprünglichen Zweck – zumindest teilweise den Beschuldigten zugeflossen sei.

Auf welche Höhe wird der Gesamtschaden geschätzt?

Die Ermittlungsbehörden schätzen den Gesamtschaden auf eine Summe im zweistelligen Millionenbereich.

Seit wann ist das Thema in der Öffentlichkeit bekannt?

Bereits 2004 warnte die Zeitschrift „Finanztest“ der Stiftung Warentest Anleger vor den Fond CSA5. Das „Handelsblatt“ lenkte im Mai 2011 mit dem Beitrag „Deutsche Fecht- Champions brachten Anleger um Millionen“ die Aufmerksamkeit von Behörden und Öffentlichkeit auf die Deltoton-Firmengruppe.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Rechtsanwaltskanzlei Bendel & Partner. 

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