Fränkische Tierheime stehen vor der Insolvenz
Anzeige
Würzburg erleben
2. März 2015

Symbolbild Würzburg
Grund: Geldmangel
Jedes zweite Tierheim steht vor der Insolvenz – das belegen aktuelle Zahlen des deutschen Tierschutzverbands. Grund dafür ist der Geldmangel vieler Tierheime. Ein Beispiel dafür ist eine Anlaufstelle in Lohr. 80 Tiere sind dort durchschnittlich untergebracht, knapp 10.000 Euro bräuchte die Auffangstation monatlich, um für Nahrung und tierärztliche Untersuchungen auf zu kommen. Zur Verfügung steht ihr allerdings nur etwa die Hälfte. Aber auch das Tierheim in Würzburg kann jede Hilfe gebrauchen.
Keinerlei staatliche Förderung
Finanzielle Mittel fehlen etwa jedem zweitem Tierheim in Deutschland, in Bayern komme aber noch erschwerend hinzu, dass es anders als in anderen Bundesländern keinerlei staatliche Förderung der Landesregierung gebe, so Andreas Brucker, stellvertretender Geschäftsstellenleiter des Tierschutzverbandes Bayern gegenüber der main-post. Dieser Zustand sei inakzeptabel: „Der Tierschutz ist Staatsziel und im Grundgesetz verankert, daher muss er auch gefördert werden“, so Brucker weiter – er fordere eine Millionen Euro jährlich für bayrische Tierheime.
Finanzierung eine Pflichtaufgabe der Kommunen
Laut dem Bayrischen Umweltministerium seien die Kosten für die Unterbringung und Pflege der Fundtiere aber von den zuständigen Gemeinden zu tragen. Es handele sich laut main-post dabei um eine gesetzliche Pflichtaufgabe der Kommunen. Diese scheinen das nötige Geld allerdings oftmals nicht bezahlen zu können. Pro abgegebenes Fundtier würden laut Brucker um die 20 Cent erstattet werden. Um ein Heim betreiben zu können bräuchte man jedoch mindestens einen Euro.
Rückgang von Spenden
Ein weiterer Grund für die schlechte finanzielle Situation ist die steigende Zahl der Tiere, die im Heim abgegeben werden und durchschnittlich immer länger dort bleiben. Gleichzeitig gibt es aber einen Rückgang von Spenden, Mitgliedsbeiträgen und Sponsoring. Das fehlende Geld schadet grundsätzlich nicht nur den Tieren, da diese an mangelnder Versorgung leiden: Auch ehrenamtliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die sich für den Tierschutz engagieren, müssen sich durch fehlende finanzielle Mittel, mit schlechten Arbeitsbedingungen zufrieden geben.
Spende
Falls auch Ihr das Würzburger Tierheim finanziell unterstützen möchtet, führen wir Euch hier einmal die verschiedenen Möglichkeiten auf. Zum einen kann man Mitglied im Tierschutzverein Würzburg werden und somit einen selbst festgelegten Beitrag (mind. € 50,-/Jahr) regelmäßig spenden. Auch eine Tierpatenschaft ist möglich. Die dritte Möglichkeit ist eine einmalige Spende für den allgemeinen Tierheimbetrieb. Alle weiteren Informationen diesbezüglich findet Ihr hier.

