Souveräner Sieg gegen Rekordmeister Leverkusen

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Würzburg erleben

15. März 2015

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

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Baskets weiterhin ungeschlagen

Guter Start und gutes Ende: Die s.Oliver Baskets haben am 28. Spieltag der ProA ihren 16. Sieg in Folge eingefahren. Gegen Kellerkind Bayer Giants Leverkusen hatten die Spieler des Spitzenreiters zwar phasenweise Probleme mit der Konzentration, gewannen am Ende aber trotzdem deutlich mit 83:69 (35:32). Würzburger Top-Scorer war Kapitän Darren Fenn, dem am Ende nur drei Korbvorlagen zum „Triple Double“ fehlten (17 Punkte/7 Assists/10 Rebounds. Samme Givens (16) und Carlos Medlock (16) trafen ebenfalls zweistellig für den Tabellenführer.

Würzburger fanden gut ins Spiel

Es sah zunächst eigentlich alles nach einem entspannten Sonntagnachmittag aus: Nachdem die NBBL-Mannschaft der s.Oliver Baskets Akademie mit Constantin Ebert als Spielmacher in Trier einen wichtigen Auswärtssieg in den Playdowns eingefahren hatte, fanden die Würzburger Profis in der ProA-Partie gegen Leverkusen gut ins Spiel. Nach Auftaktpunkten von Jeremy Dunbar legte Carlos Medlock einen Dreier zum 5:0 nach einer Minute nach. Die verbleibenden neun Minuten bis zur ersten Viertelpause nutzten die Unterfranken, um scheinbar völlig entspannt einen 24:13-Vorsprung herauszuspielen.

Schwierigkeiten im zweiten Abschnitt

Doch dann spielten sich die Tabellenführer vom Main im zweiten Abschnitt zunehmend in eine tiefe Lethargie. Während beim Rekordmeister Götz Twiehoff, Marc Sonnen und Matthias Goddek mit traumwandlerischer Sicherheit einen Dreier nach dem anderen versenkten, fanden die Würzburger kaum ein Mittel gegen die Zonenverteidigung der Riesen vom Rhein. Nur kurz gelang es Jermaine Mallett durch einen sehenswerten Drive zum Korb, abgeschlossen mit einem krachenden Einhand-Dunk, ein paar Emotionen aufs Parkett zu bringen.

Gäste entscheiden zweites Viertel für sich

Nachdem die Gäste aus dem Tabellenkeller das zweite Viertel mit 11:19 für sich entschieden hatten, war der unmittelbar auf den Seitenwechsel folgende Ausgleich durch einen Dreier von Marc Sonnen in dieser Phase mehr als verdient. Während Leverkusens Spielmacher und Topscorer Willy Manigat von der Würzburger Verteidigung fast völlig aus dem Spiel genommen wurde, waren es immer wieder die Distanzschützen, die die Offensive der Giants trugen.[adrotate banner=“118″]

Medlock mit 11 Punkten innerhalb 8 Minuten

Auf Seiten der s.Oliver Baskets musste Carlos Medlock im dritten Viertel mit elf Punkten innerhalb von acht Minuten die Kohlen aus dem Feuer holen. Mit einem engen Spielstand von 58:56 starteten die beiden Teams dann in den Schlussabschnitt. Und wie schon so oft in letzten Wochen gelang es der Mannschaft von Doug Spradley auch hier wieder, nach einer schwächeren Phase den Schalter doch noch umzulegen.

9:0-Lauf durch Treffer von Fenn, Betz und Givens

So genügten dem Tabellenführer zwei starke Minuten gegen Mitte des letzten Abschnitts mit einem 9:0-Lauf durch Treffer von Fenn, Betz und Givens, um die Partie zu entscheiden (69:59, 35. Minute). Für die aufregendsten Momente in der Schlussphase sorgten schließlich nicht die Spieler: Nach einem Foul an Darren Fenn entschieden die Unparteiischen zusätzlich auf ein technisches Foul gegen die Bank der Gäste. Giants-Trainer Achim Kuczmann lief zur Würzburger Bank und setzte sich dort neben Würzburgs Co-Trainer Stephan Völkel.

Fünf Freiwürfe zur endgültigen Entscheidung

Im Anschluss wurden zwei weitere technische Fouls ausgesprochen, was den Ausschluss von Kuczmann und insgesamt fünf Freiwürfe für Darren Fenn zur Folge hatte. Der Würzburger Kapitän traf alle fünf sicher zur endgültigen Entscheidung (78:63, 37. Minute). Dann durfte Fenn für die Schlussminuten auf der Bank durchschnaufen und konnte von dort noch den Korbleger von Samme Givens und den Dreier von Chris Hoffmann zum 83:69-Endstand bejubeln.

Playoffs-Vorverkauf beginnt am 16. März

Noch zwei Spieltage der Hauptrunde trennen die s.Oliver Baskets von den Playoffs, die mit einem Heimspiel am 4. April (Ostersamstag) um 19 Uhr in der s.Oliver Arena beginnen. Der Gegner im Viertelfinale steht noch nicht fest, der Vorverkauf für die ersten beiden Heimspiele der entscheidenden Saisonphase beginnt am Montag (16. März) um 10 Uhr bei „baller’s planet“ in der Karmelitenstraße und im Online-Ticketshop bei CTS Eventim.

„Jeder will sich gegen uns beweisen“

Doug Spradley, s.Oliver Baskets:„Ich habe der Mannschaft vor dem Spiel gesagt dass niemand nach Würzburg fährt, um freiwillig zu verlieren. Jeder will sich gegen uns beweisen, besonders ein Team das mit dem Rücken zur Wand steht wie Leverkusen. Schon beim Shootaround und beim Aufwärmen hat man gesehen, dass die Konzentration nicht richtig da war. Ich war erleichtert, dass wir trotzdem sehr gut angefangen haben.

„Im dritten Viertel haben Emotion und Leidenschaft gefehlt“

Im zweiten Viertel haben wir dann völlig den Faden verloren. Wir hatten keine Ballbewegung, standen nur neben den Verteidigern und haben genau das gemacht, was man gegen eine 2-3-Zone nicht machen darf. Auch im dritten Viertel haben Emotion und Leidenschaft gefehlt. Die Jungs sind heute einfach nur zur Arbeit gekommen, das ist in dieser Liga nicht genug.

Eine Wurfquote von nur 37 Prozent habe ich bei 20 Offensivrebounds auch schon lange nicht gesehen. Es ist aber kein Wunder, wenn man 30 Dreier nimmt und nur 27 Prozent trifft. In den letzten sechs oder sieben Minuten haben wir den Korb viel besser attackiert. Zufrieden bin ich damit, wie wir in der Verteidigung Willy Manigat und Richard Carter aus dem Spiel genommen haben.“

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der s.Oliver Baskets. 

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